The Paper Kites live in Berlin 2019 MUSIKMUSSMIT

Review: The Paper Kites live im ausverkauften Bi Nuu Berlin

Text und Fotos: Inken Petersen
Konzert am 03.02.2019 in Berlin, Bi Nuu | Support: Fabrizio Cammarata

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„Kuscheliges Ambiente zu kuscheligem Indie-Folk“

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Als ich im ausverkauften Bi Nuu ankam, war es gerade mal 10 Minuten nach Öffnung des Clubs, doch war die Schlange der Garderobe schon verdammt lang und der Platz vor der Bühne ziemlich ausgefüllt. Alle warteten gespannt auf die australische Band, die ich im Vorhinein ankündigte.

The Paper Kites wurden von Fabrizio Cammarata, dem sizilianischen Indie-Folk-Songwriter, der bereits auf dem Haldern Pop auftrat, supportet. Der kraftvolle Gesang wurde vor allem von ein paar Mädels angehimmelt. Oder war es vielleicht Fabrizio selbst, den sie anschmachteten? Wer weiß – sie freuten sich auf jeden Fall über den Gesang und die imposante Gestik und Mimik des aus Palermo stammenden Sängers mit den blauen Augen.

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„Das kannst du besser, Sam!“

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Nach und nach kamen die fünf Musiker_innen auf die Bühne gesprungen und nahmen ihre Plätze ein. Mit gebannten Blicken des Publikums ging es mit „Electric Indigo“ los. Zwischendurch erzählte Sam Bentley immer wieder ein paar kleine Anekdoten. Zum Beispiel, dass er neue Songideen immer seinem unmusikalischen Bruder schickt, der immer eine Meinung dazu hat. Den nächsten Song „Nothing More Than That“ hatte er ebenfalls seinem Bruder zugeschickt und dieser hatte ihn für gut befunden. Bentley meinte, dass er nun dachte, einen Hit geschrieben zu haben, doch seine Frau meinte, er könne das besser. Er änderte ihn und nun mag sie ihn, doch er weiß nun nicht mehr, wie er zu ihm steht. Dennoch stimmte Bentley ihn erst allein an der Gitarre an, doch auf der linken Seite der Bühne hatte sich der Rest der Band um ein Mikro versammelt und sang zarte Background-Melodien.

The Paper Kites live in Berlin 2019 MUSIKMUSSMIT

Später kündigte Bentley „a sad song“ an und meinte, dass sie ja immer nur „sad songs“ schreiben und spielen würden. Er erzählte, dass sein Bruder einmal fragte, ob Sam einen „happy song“ auf seiner Hochzeit spielen könne. Sam sagte nicht „nein“, bloß wurde es natürlich „another sad song“, aber wunderschön war er natürlich trotzdem.

Das Konzert war von der entspannten Art. Die Paper Kites wussten dennoch die Spannung aufrecht zu erhalten, indem sie die Songs nach und nach ausbauten. Spannend war es aber so oder so, denn man konnte wunderbar beobachten, wie professionell und harmonisch die Band war. Da ich ganz vorne stand, fiel mir jedoch auf, dass Christina Lacy nicht die beste Stimmung zu haben schien. Vielleicht lag es daran, dass sie ihr erstes Solo-Lied, auf welches ich den ganzen Abend wartete, nicht performen konnte/wollte/durfte? Als sie von der Bühne gingen, kamen sie und Frontmann Bentley sich in die Quere und sie blieb ganz förmlich stehen und entschuldigte sich, was etwas distanziert wirkte, als sei sie etwas angesäuert, dass sie „Mess We Made“ an diesem Abend nicht sang.

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Die restliche Songauswahl fand ich vorzüglich. Es war von allem etwas dabei, sodass das Publikum vollends auf seine Kosten kam. Unter anderem performten sie „Deep Burn Blue“, „Woodland“, „Bloom“, „Give Me Your Fire, Give Me Your Rain“ On the, „Train Ride Home“, „Electric Indigo“ und „Arms“, also nicht nur Songs des neuen Albums „On The Corner Where You Live“. Für zwei weitere Zugaben kamen die fünf Australier_innen noch mal auf die Bühne und nach 1,5 Stunden fand der Abend mit The Paper Kites ein Ende.


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