The Rival Bid, Indierock aus Dortmund

Vorgestellt: The Rival Bid aus Dortmund | Interview

Viel zu lange vernachlässigt, aber nun wieder am Start, um tolle Bands zu unterstützen, die bald weltberühmt sein werden! Hier kommen The Rival Bid aus Dortmund, die vor kurzem Ihr neues Album „Night Remains“ rausgebracht haben. Und das klingt ziemlich groß, ein bisschen düster und doch beschwingt. Die Jungs haben uns per Mail ein paar Fragen beantwortet – alles, was Ihr über diese noch recht junge Band wissen müsst, findet Ihr hier. Wenn Euch der Sound gefällt, unterstützt sie, wo Ihr könnt. Von Ihnen werden wir in Zukunft sicherlich noch mehr zu hören bekommen, da bin ich mir ganz sicher.

Fotocredits: Grubenglück GmbH

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Stellt Euch doch einmal kurz vor – wer seid Ihr und wo kommt Ihr her?
Maurice: Wir sind The Rival Bid, namentlich Maurice (Gitarre, Gesang), Tillmann (Gitarre), Fabian (Bass) und Hauke (Schlagzeug). Hauke wohnt mittlerweile zwar in Köln, aber unsere Bandheimat ist Dortmund.

Seit wann gibt es Euch? Wie habt Ihr zusammengefunden?
Maurice: The Rival Bid hat Ende 2011 als Soloprojekt von mir und mit der Demo „Backlights“ begonnen. Da ich aber irgendwie keine Lust auf Singer-Songwriter Kram hatte, habe ich mir direkt Tillmann an der Gitarre dazu geholt. Wir beide kennen uns aus der Oberstufe und haben zusammen Abitur gemacht. Dass wir Hauke als Schlagzeuger dazu geholt haben, war für mich nur logisch, da ich mit ihm bereits über 10 Jahre in verschiedensten Konstellationen gespielt habe. Wenn mich jemand musikalisch versteht, dann Hauke. Fabian und Tillmann sind Geschwister. Dass Fabian auch gleichzeitig ein wahnsinnig guter Bassist ist, hat uns die Suche nach einem geeigneten Bassisten nicht schwer gemacht, obwohl er musikalisch aus einer anderen Ecke kommt als wir.

Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?
Maurice: Wir finden es immer wieder spannend zu lesen, in welche Sparte andere Menschen unsere Musik einordnen. Das geht von Britpop, über Dream-Pop bis hin zu New Wave. Wir selbst würden unsere Musik als düsteren, melancholischen Indierock bezeichnen. Einen Stempel würden wir uns aber nicht selbst aufdrücken. Dafür bewegen wir uns auch zu sehr zwischen verschiedenen Sub-Genres. Wer weiß, was als nächstes kommt?

Mit welcher Band werdet Ihr ganz gerne verglichen?
Maurice: Vergleiche mit The Smiths ehren uns natürlich. Und so ein „Name-Dropping“ erleichtert für Außenstehende ja auch die Zuordnung unserer Musik. Ich denke, man wird tendenziell aber lieber als selbstständige Band angesehen, als ständig verglichen zu werden. Das ist bei unserer Art von Musik aber natürlich nicht leicht. Wir wollen das Rad ja auch nicht ein zweites Mal erfinden. Das können andere gerne tun. Dementsprechend: Alles gut!

Könnt Ihr diesen Vergleichen zustimmen?
The Smiths sind unbestritten einer unserer Einflüsse, deshalb können wir da natürlich zustimmen.

Im März ist Euer Album “Night Remains” erschienen. Was macht dieses Album besonders? Gibt es einen roten Faden, der sich durch das Album zieht?
Maurice: Wir haben auf „Night Remains“ alles selbst gemacht. Wir haben die Platte vom ersten bis zum letzten Ton in unserem bandeigenen Tonstudio produziert, aufgenommen und gemischt. Ich denke, diese Leidenschaft hört man dem Album auch an. In einem 6-monatigen Produktionsprozess haben wir uns Nächte um die Ohren geschlagen, sind fast wahnsinnig geworden und sind letztendlich absolut zufrieden und stolz, was wir da geschaffen haben. Wir denken, dass die Platte sehr homogen klingt. Die melancholische Grundstimmung zieht sich als roter Faden durch die Songs und lässt die Platte so zu einem wunderbaren Gesamtwerk werden.
Tillmann: Zudem ist dies die erste Platte, die wir alle vier zusammen erarbeitet und aufgenommen haben. Dass es eine Art roten Faden gibt, hat sicher auch damit zu tun, dass wir viele der Songs schon länger mit uns herum tragen und im Zuge dessen noch mehr zu unserem Sound gefunden haben.

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Welche Musik habt Ihr mit 15 Jahren gehört?
Maurice: Also ich habe mit 15 fast ausschließlich R.E.M. und Travis gehört.
Hauke: deutschen Hip Hop (Absolute Beginner, Eins Zwo, etc.) und Guns N‘ Roses. Dazu alles, was im Soundtrack von Fifa, Tony Hawks Pro Skater oder Skateboard-Videos eine Rolle gespielt hat.
Fabi: Ich habe mit 15 die Red Hot Chili Peppers und Rage Against The Machine gehört.
Tillmann: Pink Floyd, Dire Straits und jede Menge Blues.

Eure aktuellen Lieblingsplatten sind derzeit?
Zu unseren aktuellen Lieblingsplatten zählen beispielsweise „Lost In The Dream“ von The War On Drugs, „At Least For Now“ von Benjamin Clementine, „Ryan Adams“ von Ryan Adams und „Kveikur“ von Sigúr Rós. Vor allem die aktuelle The War On Drugs Platte hat es uns bandintern ziemlich angetan. Wahnsinnsplatte! Wie die Band hier mit einer Selbstverständlichkeit zwischen diversen, unterschiedlichen Genres schwankt und alles zu einem solch homogenen Album werden lässt, ist schon ziemlich beachtlich.

Welches sind Eure Alltime-Favorite Platten?
Hauke: Unsere Alltime-Favourites? Fleetwood Mac – Rumours, Absolute Beginner – Bambule, Oasis – Definitely Maybe u.v.m. Die ganze Liste würde den Rahmen sprengen.
Maurice: „Automatic For The People“ von R.E.M. und „The Man Who“ von Travis haben mich vermutlich am meisten geprägt. „The Queen Is Dead“ von The Smiths hat aber auch einen Ehrenplatz in meiner Vitrine.
Fabi: „The Wall“ von Pink Floyd und „Up“ von Peter Gabriel.
Tillmann: Beatles – White Album, Raidohead – OK Computer, Led Zeppelin – Led Zeppelin I.

Welches sind Eure Wünsche für die Zukunft, worauf dürfen sich die Fans freuen?
Hauke: Mehr Konzerte, vielleicht sogar mal in Süd- oder Ostdeutschland. Mehr Videos. Mehr Nacktheit. Und vielleicht bald auch schon neue Musik.

Wenn Euch irgendwer bei irgendetwas helfen könnte, jetzt habt Ihr die Chance, es loszuwerden!
Hauke: Am meisten hilft es, wenn man mit guter Laune zum Konzert kommt, mit ner Menge Bock auf neue Musik und lautes Klatschen. Und danach ´ne CD kaufen schadet auch nicht. Damit wir uns den Sprit nach Hause leisten können…

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Bisherige VÖ’s:
2011 – Backlights (Demo)
2013 – Hail To Thee
2015 – Night Remains

Anstehende Termine:
01.05. Köln – Lichtung [Duo]
02.05. Bochum – Die Trompete
20.05. Bremen – Musikclub Moments [Chameleons Vox Support]
24.05. Dortmund – Way Back When Festival
03.07. Wuppertal – Hutmacher
30.07. Bremen – Meisenfrei
31.07. St. Peter Ording – Café Instinkt
08.08. Neuenkirchen – RiNK Festival
22.08. Dortmund – Halleluyeah Festival

Angela

Ich mag Serien (derzeit oder kürzlich auf der Mattscheibe gehabt: Narcos, House Of Cards, Bloodline, The Get Down, Sense8), das Tempelhofer Feld, mein Longboard, Flughäfen, Portugal, Senf, Jogginghose, Erdnusslocken, ausschlafen, frühstücken, Euch und natürlich Musik. Hier kann ich euch Rhye, Rival Sons, Royal Blood, HÆLOS, MØ, Banks und SOHN ans Herz legen. Ich mag auch vieles nicht - z. Bsp. Fisch, vollgestopfte U-Bahnen oder kalte Füße.

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