Konzertbericht: Vessels live im Prince Charles Berlin

Vessels Konzertbericht MUSIKMUSSMIT
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  • Beitrag zuletzt geändert am:25. Januar 2018
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Vessels am 26. Oktober 2017 live im Prince Charles Berlin | Support: Occupanther
Text und Fotos: Katharina Blum

Das Prince Charles in Berlin ist nicht komplett voll, aber voll genug, als der Voract des Abends die ersten Leute zum Schunkeln bringt. Hinter seinem Tisch voller Gerätschaften produziert Occupanther live seine sehr unterschiedlichen aber alle angenehm tanzbaren Tracks. Kurz vor diesem Abend hat er einen Vessels-Remix „Deeper In A Sky“ herausgebracht.

Occuanther Vessels Konzertbericht MUSIKMUSSMIT
Occupanther

Eine kleine Umbaupause und dann stehen schon die fünf Jungs von Vessels aus Leeds, Nordengland auf der Bühne und richten sich ein.

Die Musik klingt elektronisch – früher dachte ich auch, dass Vessels ein Typ mit Computer als Multiinstrument wäre. Aber die Musik wird komplett live eingespielt. Mit zwei Schlagzeugen, manchmal auch mehr, einem E-Bass, Synthies und Effekten. Und auch wenn der Sound hier und da noch nicht ganz steht – mal ein falscher Einsatz, ein zu lautes Instrument und eine unverständliche Ansage, lassen die Bandmitglieder ein wenig unruhig herumschauen. Der Bass fehlt auch mal kurz, bis der Kollege ihm die Kopfhörer vom Kopf zieht. Aber was soll´s, das Publikum tanzt, die Musik ist schön, mit der Zeit sind alle drin und es ist sehr sehr schön.

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Vessels

Obwohl es die Tour zum neuen Album „The Great Distraction“ ist, spielen Vessels viele alte Songs, was vielleicht nicht nur mich freut. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden ist es schon vorbei. Sie entschuldigen sich noch bevor sie sich verabschieden; „We are old! We are old, and sometimes we press the wrong buttons!“, sein Kollege drückt random ein paar Knöpfe. Vergeben und veregessen – Das Publikum ist hocherfreut.

Ich bin etwas verwundert, warum Vessels eine Location wie das Prince Charles nicht komplett füllt. Oft werden sie mit Größen wie Moderat oder Jon Hopkins verglichen. Und das ist auch zu einem großen Teil berechtigt. Die Musik treibt, nimmt einen mit, ist tanzbar und wird auch noch komplett live auf der Bühne von einer Band gespielt. Es war ein sehr schönes Konzert, aber in einer größeren Venue mit mehr Licht und einem guten Soundcheck hätte da noch mehr drin sein können.

 

Katharina

Als ich die Blockflöte irgendwann doof fand, wollte ich lieber Gitarre lernen. Das war cooler. Nach einigen Bandprojekten kam das durch die Welt wandern und dann ist das Musikmachen irgendwie immer mehr ein Bestandteil meiner privaten Sphäre geworden. In Berlin hängen geblieben mache ich immer irgendetwas zwischen Studium, das Leben genießen, irgendwo im Musikbereich arbeiten, tanzen. Viel Musik halt. Aber ich bin auch viel unterwegs, betätige mich gern sportlich oder kulinarisch. Und ich steh auf Milchreis.

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