Bombay live im Rosis Berlin Konzertbericht MUSIKMUSSMIT

Konzertbericht: Bombay in Berlin

Konzert am 9. April 2016 im Rosis Berlin
Text und Fotos: Inken Petersen

Als ich „Slow Motion“ das erste Mal hörte, hauten mich die drei Niederländer direkt um. Nach einigen Malen hören durchstöberte ich das WWW nach ihnen und verfiel ihrem aktuellen Album „Show Your Teeth“ auf der Stelle. Einige Zeit später wurde dann die Single „Gold Rush“ veröffentlicht, welche nun auch mit einem Video verziert wurde. Dass sie dann im April im Rosis auftreten sollten, welches sowieso mein liebster Indie-Schuppen Berlins ist, pushte meine neugewonnene Schrammel-Band-Liebschaft, um es sanft auszudrücken, dezent in die Höhe. Bei den letzten Indie-Veranstaltungen im Rosis wünschten wir uns fleißig „Gold Rush“, auch wenn die DJs lieber den etwas bekannteren Track „Slow Motion“ spielten, aber auch gut!

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Nichts mit Slow Motion!

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Zu meiner Überraschung füllte sich der kleine, feine Club während des Konzerts sehr gut und nach den ersten drei Liedern standen auch die (Bis-Dato-Noch-)Nicht-Fans nicht mehr nur herum, sondern zappelten sich warm, was der anfangs etwas schüchtern wirkenden Band zu Gute kam. Es machte ihnen sichtlich Spaß, besonders, dass die erste Reihe, trotz mieser Anlage ihre Texte mitgrölen konnte. Leider ist diese im Rosis ja nicht die Beste, was den „Kenner_innen“ keine Schwierigkeiten bereitete, die Songs bzw. Texte zu erkennen. Alle anderen hatten Schwierigkeiten, überhaupt zu verstehen, was gesungen wurde. Ausschlaggebend war das für die grandiose Stimmung aber überhaupt nicht. Selbst beim vorletzten Lied kamen noch ein paar Leute nach vorne gesprungen, um ausgelassen zu tanzen, obwohl sie wahrscheinlich nur mit einem gängigen Samstagsabend-Indie-Programm gerechnet hatten (welches danach auch mit Christian & Spencer von KarreraKlub und den King Kong Kicks stattfand).

Bombay live im Rosis Berlin Konzertbericht MUSIKMUSSMIT

Bombay live @ Rosis Berlin

Nach einer Stunde, in der Bombay „Sea“, „Bored“, „Friendly Fire“, „Gold Rush“, „Slow Motion“, „Dolly Doesn’t Want To Face The Facts“, spielten, also alles Songs ihres neuen Albums, da sie ihr erstes Album nicht mehr live spielen, gab es einen, für sie scheinbar unerwartet heftigen und motivierenden Applaus. Sie kamen noch einmal auf die Bühne und fragten das Publikum, welches Lied sie denn als Zugabe hören wollen würden, nochmal das erste oder das letzte, also „Sea“ oder „Slow Motion“, da sie leider keine anderen auf Lager hätten. Es wurde geklatscht und geschrien, sodass sie einfach beide wiederholten und verkündeten, dass sie das zum allerersten Mal so machen würden. Eine Premiere!

Eine Premiere für die Band war sicher auch, dass die Verstärker auf Bierkisten aufgebaut wurden und einer zwischendurch zwei Mal hinunterfiel. Tat der Band und dem ganzen Konzert aber keinen Abbruch und wurde immer wieder fleißig korrigiert. Bis auf den Sound war es ein vollends großartiges, wunderbar kleines Konzert, bei dem es an nichts fehlte. „Gold Rush“ wäre auch eine schöne Zugabe gewesen, aber das können sie ja beim nächsten Mal wiederholen. Ich wäre auf jeden Fall dabei, gäbe es ein nächstes Mal.

Diskografie
Als Bombay Show Pig
2012 – Vilture/Provider
Als Bombay
2016 – Show Your Teeth

Indie Rock aus Amsterdam: Bombay im April auf Tour | Gästelistenplätze


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