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Vorgestellt: DOWNHILL WILLOWS aus Berlin | Interview

Noise-Pop aus Berlin

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Foto: Robert Paul Kothe

Heute möchte ich Euch das Berliner Trio Downhill Willows vorstellen, das Ihr eventuell auch schon woanders „kennengelernt“ haben könntet. Unsere Freund_innen vom Soundkartell und Pretty In Noise haben  sich die Musik der Jungs nämlich auch schon genauer angehört und darüber berichtet.

2014 hat Kenneth Estrada y Santiago (Vocals/Bass) eine weise Entscheidung getroffen und die Downhill Willows gegründet. Die ersten Songs waren auch schon produziert, als sich das Trio mit Mario Graute (Drums) und Stefan Sebekow (Gitarre) komplettierte. Nachdem im Dezember 2015 ihre erste Single „Machines“ erschienen ist, ließ die Debüt-EP nicht lange auf sich warten: das gleichnamige Werk ist am 04. März 2016 erschienen.

Leicht melancholisch, schnörkellos, mit verzerrten Gitarren, so wie ich sie mag, steht ohne Frage der Gesang im Vordergrund und trägt uns über die wundervollen Basslines. Ich bin gespannt, wie sich das alles live anhören wird – Ihr auch? Dann habe ich etwas für Euch, denn wir verlosen für die beiden anstehenden Konzerte in Berlin Gästelistenplätze. Weitere Infos findet Ihr am Ende des Interviews. Die EP könnt Ihr Euch im Übrigen auf Bandcamp anhören und erwerben.

Interview

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Stellt Euch uns doch mal vor – wer seid Ihr und wo seid Ihr derzeit zu Hause? Wie lange macht Ihr schon zusammen Musik, wie habt Ihr zusammengefunden?
Hi, wir sind Stefan (Gitarre), Mario (Drums) und Kenneth (Gesang, Bass). Schon immer zu Hause in der Musik und derzeit wohnhaft in Berlin. Wir spielen in dieser Konstellation seit Sommer 2015, die Band gibt es aber schon seit Frühling 2014. Damals hat Kenneth über das Internet nach gleichgesinnten Musikern gesucht und sich zunächst mit Mario angefreundet. Wir haben gemeinsam erste Songs ausgearbeitet und als wir nach Möglichkeiten suchten eine EP aufzunehmen, lernten wir Stefan kennen. Zuerst wollt er die Songs nur produzieren, anschließend hat uns die gemeinsame Zusammenarbeit aber so sehr gefallen, dass wir ihn fragten, ob er bei uns Gitarre spielen will.

Eure gleichnamige Debüt EP ist im März erschienen. Wie lange habt Ihr daran gearbeitet und wie sind die Songs entstanden, erzählt uns doch ein bisschen darüber.
Eine grobe Idee davon, wie der Sound unserer Musik klingen soll, gab es schon Anfang 2014 in Form von Demo-Produktion. Das Grundgerüst von unserer erste Single „Machines“ ist beispielsweise komplett aus einem Jam entstanden, den wir glücklicherweise mitgeschnitten haben. „Silhouette“ war ursprünglich eine Aneinanderreihung von 4 Akkorden, die Kenneth oft vor sich hin spielt, wenn er neue Effektpedale antestet. Irgendwann fing er an willkürlich eine Melodie darüber zu summen. Diese Stimmung erinnerte dann an einen bizarren Traum, was schließlich auch Inhalt des Textes wurde. Zu dem Text von „End’s Anthem“ inspirierte uns ein Spruch, den jemand wohl flüchtig an eine Häuserwand sprayte. Es hat gut zwei Jahre gedauert bis all unsere Ideen zu den Songs wurden, die sie heute sind. Die EP ist eine Art Zeitabstrich aus den ersten beiden Bandjahren. Es ist gut möglich, dass sich die Songs während unserer Auftritte noch weiter entwickeln und mit der Zeit ganz anders klingen. Unsere Musik dabei zu beobachten, wie sie sich mit und durch uns verändert ist immer wieder aufregend.

Cover Debüt EP "Downhill Willows"
Cover Debüt EP „Downhill Willows“

Interessantes Albumcover habt Ihr da – gibt es einen Bezug zum Album? Wie seid Ihr darauf gekommen?
Im Laufe der Produktion stellten wir fest, dass es in unseren Songs überwiegend um Selbstreflexion geht. Nächtliche Träume, Selbstgespräche, Traumata aus der Vergangenheit und schlechte Gewohnheiten werden thematisiert. Alles Prozesse, die einen immer wieder zwingen sich selbst anzuschauen und zu hinterfragen, wenn auch manchmal mit unangenehmen Beigeschmack. Unser Cover zeigt den Kopf eines wütenden Fuchses, der bereit ist sich dem zu stellen, was vor ihm liegt. Seine Umrisse sind verschoben. Seine Gestalt verschwimmt dadurch. Wir dachten, das spiegelt sowohl unseren teilweise verschwommenen Sound, als auch uns als Personen wieder. Der Rahmen der eigenen Perönlichkeit wird irgendwann in der Kindheit gesetzt und doch muss er sich stetig verändern – weil sich die Welt um uns verändert und man immer erneut seinen Standpunkt darin definieren muss. Jeder wird wissen, wie schwierig das ist.

Ihr spielt noch im April zwei Konzerte in Berlin. Ist eine größere Tour geplant, wenn ja, wann?
Auf jeden Fall. Wir planen gerade eine Tour durch Deutschland für den Herbst. Die konkreten Termine veröffentlichen wir, wenn es soweit ist. Davor werden wir sicherlich noch öfter in Berlin und Umgebung auftreten. Im April laden wir alle herzlich ein uns im ‚Zosch‘ (22.04.16) und im ‚Badehaus Szimpla‘ (27.04.16) zu besuchen. Da lohnt es sich bei Gelegenheit mal auf unserer Facebook Seite vorbeizuschauen, denn für diese beiden Termine verlosen wir dort gerade Gästelisteplatze.

Nun habt Ihr zu Eurer Single „Machines“ bereits ein Video auf YouTube veröffentlicht. Können wir zu den anderen Songs Eurer EP noch weitere Videos erwarten?
Wir hatten das Glück auf Stefan Barghoorn, einem jungen und sehr kreativen Video Editor aus Berlin zu treffen. Er hat ein visuelles Kunstwerk zu unserem Song „Trauma“ geschaffen, das wir gerade veröffentlicht haben. Schaut mal bei Youtube vorbei. Ihr findet es auch hier bei MUSIKMUSSMIT.

Wie immer wollen wir wissen: welche 5 Alben dürfen Eurer Meinung nach in keinem Platteschrank fehlen?
Slowdive – Souvlaki
Failure – Fantastic Planet
My Bloody Valentine – Loveless
The Beatles – White Album
Sonic Youth – Dirty

Welche Musik habt Ihr derzeit gerne auf den Ohren?
Wenn wir gemeinsam mit dem Auto zu Konzerten fahren, schmeißt Mario gern mal legendäre Stücke von Pearl Jam und sogar deutsche Sachen von Olli Schulz an. Kenneth ist der Shoegaze Rock aus den 90ern sehr ans Herz gewachsen und hört gern Astrobrite und Drop Nineteens. Stefan ist ein großer Fan von Math Rock Bands wie Devendra Banhart und Cousin. Im Großen uns Ganzen kann man sagen, dass wir handgemachte Rockmusik bevorzugen, mit intelligenten Texten und kreativen Sounds.

Es kommt immer häufiger vor, dass sich Musiker und Bands für ausgewählte Songs zusammen tun. Seid Ihr auch an Featurings mit anderen Künstler_innen interessiert?
Wir sind immer interessiert an Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und haben deshalb gerade eine Remix Aktion gestartet. Wenn jemand Lust hat einem Song von uns ein neues Gewand zu zaubern, kann er uns jederzeit auf Facebook oder über downhillwillows@gmail.com anschreiben. Wir schicken euch dann nach Wunsch die Spuren zu, die ihr benötigt.

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Tickets zu gewinnen

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Konzerte Berlin
22.04.2016 | Berlin | Zosch (+Rigna Folk)
27.04.2016 | Berlin | Badehaus Szimpla (+Kamikaze)

Wir verlosen für die beiden Konzerte je 1×2 Gästelistenplätze. Schreibt uns eine Mail mit den Stichworten Downhill Willows + Datum an win@musikmussmit.de oder hinterlasst hier einen Kommentar. Einsendeschluss ist der 21. April 2016 // 13 Uhr (für´s Zosch) und der 26. April 2016 // 13 Uhr (für´s Badehaus). Es gelten wie immer unsere Gewinnspielbedingungen.

Angela

Ich mag Serien (derzeit oder kürzlich auf der Mattscheibe gehabt: Narcos, House Of Cards, Bloodline, The Get Down, Sense8), das Tempelhofer Feld, mein Longboard, Flughäfen, Portugal, Senf, Jogginghose, Erdnusslocken, ausschlafen, frühstücken, Euch und natürlich Musik. Hier kann ich euch Rhye, Rival Sons, Royal Blood, HÆLOS, MØ, Banks und SOHN ans Herz legen. Ich mag auch vieles nicht - z. Bsp. Fisch, vollgestopfte U-Bahnen oder kalte Füße.

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