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Begegnungen mit einer eigenwilligen Intensität: Massive Attack | neue EP + Tour

Massive Attack ist eine Band, mit der ich mich zugegebenermaßen nicht so gut auskenne. Soll heißen, dass ich nicht aus dem Kopf weiß, wie viele Alben sie herausgebracht haben oder wann genau ihre wichtigsten Schaffensphasen waren. Trotzdem begleitet mich diese Band seit Jahren und viele ihrer Songs sind, auch wenn das jetzt ein bisschen abgedroschen oder verklärt klingt, Bestandteile des „Soundtracks meines Lebens“.

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Verliebt in einer Sommernacht

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Meine Beziehung mit Massive Attack begann im Jahre 1999 mit einem Knall, besser gesagt, mit einem Knallerkonzert. Das Ganze ist geknüpft an mein erstes Festivalerlebnis und Massive Attack waren in jenem Jahr die Headliner auf der großen Bühne des Scheeßler Hurricane Festivals. Es war schon dunkel, als die wohlig tiefgängigen und gleichzeitig abgründig düsternen Sounds ertönten und in dieser warmen Sommernacht verliebte ich mich, auf jeden Fall für diesen Moment, in die Band und die eigenwillige Intensität, die sie zu erzeugen wissen.

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Wegbereiter des Trip Hop

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Massive Attack gründeten sich Mitte der 80er Jahre. Die damaligen Mitglieder Robert Del Naja, Grant Marshall und Andrew Vowles gehörten schon vorher dem Soundsystem „The Wild Bunch“ an und kooperierten unter anderem mit Tricky und anderen Künstler_innen aus ihrer Heimatstadt Bristol. Generell kann man sagen, dass Massive Attack die Wegbereiter des Trip Hop sind und die atmosphärische Dynamik innerhalb ihrer weiten Klangwelt inspirierte diverse Musiker_innen bis zum heutigen Tag.

Am 17. + 18. Februar 2016 werden Massive Attack im restlos ausverkauften Berliner Tempodrom spielen und ich werde dabei sein. Ich muss sagen, dass ich mich lange nicht mehr so sehr auf ein Konzert gefreut habe. Das hat für mein Gefühl nicht mal etwas mit irgendeiner Nostalgie oder dem Schwelgen in Erinnerungen an einen besonderen Sommer zu tun. Oder damit, dass ich das Schaffen einer Band über Jahre aktiv verfolgt habe, denn wie schon eingangs erwähnt, habe ich das in diesem Fall nicht. Ich glaube, diese Vorfreude hängt schlicht und einfach an einem Gefühl, dass der Sound von Massive Attack bei mir auslöst, was ich gar nicht näher beschreiben kann. Irgendwie fanden sie hier und da immer wieder den Weg zu mir oder ich zu ihnen und ich freue mich, auf eine weitere Begegnung, von der ich euch im Anschluss an dieser Stelle ausführlich berichten werde.

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Fakten

Gründung: 1988

Gründungsmitglieder: Robert Del Naja, Grant Marshall, Andrew Vowles

Diskographie:
Blue Lines (1991)
Protection (1994)
Mezzanine (1998)
100th Window (2003)
Heligoland (2010)
Ritual Spirit (EP) (2016)

Tourdaten:
16.02. Köln – Palladium (ausverkauft)
17.02.+ 18.02. Berlin – Tempodrom (ausverkauft)
21.02.+22.02. München – Tonhalle (ausverkauft)

Das neue Video könnt Ihr Euch bei laut.de anschauen. Die EP „Ritual Spirit“ ist am 28.1.16 erschienen.

Foto: MCT

Corinna

Ich schreibe nicht gerne über mich, viel lieber berichte ich über andere und insbesondere über Bands, zu denen mich "die Kanzlerin" schickt. In der Fotografie zu Hause, bin ich als Blog-Knipse jedoch hauptsächlich dafür zuständig, meine Eindrücke von Konzerten mit Euch in Form von Bildern zu teilen. Ansonsten erlebe ich gerne Dinge, Menschen, Musik, Orte (jeden Tag auf's Neue und immer wieder gerne Berlin) und was noch so alles erlebbar ist.

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