Kafvka Interview Konzertbericht MUSIKMUSSMIT

Im Plausch mit: Kafvka + Konzertbericht

Konzert am 02. Mai 2016 im Privatclub Berlin
Interview, Konzertbericht und Foto: Nele Hinner, Beitragsbild: JP Welchering

 

Cross-Over ins Gesicht. Rap ins Gehirn. Die Füße fest auf der Bühne.

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Die vierköpfige Band Kafvka ist zurzeit auf ihrer „HändeHoch!“ – Tour und hatte am 02.Mai 2016 einen Gig im Privatclub in Berlin.

Die Jungs rocken, rappen, sind direkt und machen Spaß – „Literatur tanzt Breakdance mit Popkultur“, wie sie so treffend formulieren. Auf der Bühne mutieren die sympathischen Vier zu regelrechten Rock-Bestien und dann heißt es ABRISS!

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Interview

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Vor ihrem Auftritt hatte ich die Möglichkeit, Frontsänger Jonas ein paar Fragen zu stellen, er wird Euch im Folgenden nun etwas mehr über die Band erzählen.

Jonas, stell uns doch Kafvka einmal vor – Wer seid ihr, woher kommt ihr, generell, was macht ihr für Musik?
Wir haben uns im Februar 2013 gegründet. Martin kommt aus Berlin-Lichtenberg, Philipp aus Frankfurt/Oder, unser neuer Schlagzeuger Herr Stefan aus Wien und ich komme aus der Nähe von Hannover. Wir spielen klassisch Cross-Over, wie damals in den 90er Jahren.

Euer Album „Hände Hoch!“ ist gerade erst erschienen und seit April 2016 überall erhältlich. Wie lange habt ihr daran gearbeitet?
Die reine Aufnahmezeit war sehr, sehr kurz, wir haben genau 10 Tage für 12 Songs gebraucht. Das war im Dezember 2015. Davor hatten wir zwei Monate, in denen wir intensiv an neuen Songs gearbeitet haben. Dann gab’s noch bis Mitte Januar Diskussionen bezüglich des Artworks und des Masterings. Ende Januar haben wir alles abgegeben und Anfang April hielten wir dann stolz unsere Platte in unseren Händen.

Was verarbeitet ihr in den Tracks; gibt es einen roten Faden?
Auf jeden Fall ist’s kein Konzeptalbum, wo vorher schon die Themen klar waren. Aber schlussendlich dachten wir, dass eigentlich alle Tracks gut miteinander harmonieren würden. Es gibt zwei Songs, die ein wenig herausfallen, das wären einmal „Berlin, Berlin“ (relativ poppig und schnell) und „Hit Hit Hit“ – Ein spaßiges Experiment als Reaktion auf unsere Fans, die der Meinung waren, dass der Platte noch ein richtiger Hit fehlen würde (…). Alle Songs bewegen sich in einem recht politischen, aber auch spaßigen Bereich. Dort sehen wir uns auch inhaltlich. Ich schreib‘ seit 15 Jahren Raptexte, hauptsächlich darüber, was mich gerade beschäftigt. Da ich politisch sehr aktiv bin und wir Bock haben, uns selbst und mitunter auch andere auszulachen, muss die Sache auch immer mit einem zwinkernden Auge betrachtet werden, selbst bei ernsthaften Texten.

Wie kommt man auf den Bandnamen Kafvka? Gibt es einen Bezug zum Album?
Einen Bezug zum Album gibt’s nicht, so heißen wir ja auch seit 2013. Wir dachten einfach, wir bräuchten `nen Namen, der sich auch auf Deutsch gut anhören würde: Griffig, kurz und knackig. Eines Morgens bin ich bei mir zuhause aufgewacht und hab‘ im Bücherregal ein paar Kafka-Bücher entdeckt und dann habe ich überlegt, wie man `nen Bezug zu uns herstellen könnte und im Endeffekt ist mir im Halbschlaf eingefallen, dass es irgendwie ganz cool wäre, wenn man es mit fv schreiben würde. Der Name ist also `ne Mischung aus Markus Kavka (steht für den Pop-Rock-Rap-Anteil) und Franz Kafka (welcher für die Wichtigkeit der Texte steht) und aus Google-Suchmaschinenoptimierungsgründen mussten wir uns natürlich anders schreiben, sonst hätte man uns nie gefunden.

Welche 5 Künstler dürfen Deiner Meinung nach in keinem Plattenschrank fehlen?
Mich total beeinflusst hat so 90er Jahre Ami-Rap-Kram, also so Mobb Deep-Sachen, The Notorious B.I.G., Eminem, Rage Against The Machine und Curse.

Was erwartet uns bei dem Konzert im Privatclub?
Bei dem Konzert erwartet auf jeden Fall alle viel Liebe und ein sehr schönes, über einstündiges Set, was erstmals der Welt dargeboten wird. Es wird auf jeden Fall sehr intensiv – Also wir haben ganz viel Bock und Energie dabei und werden dies hoffentlich auf die anwesenden Menschen übertragen (…).

Kafvka Interview und Konzertbericht MUSIKMUSSMIT

Kafvka live im Privatclub // Foto: Nele

Konzertbericht

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…und uns wurde nicht zu viel versprochen! Die Jungs hatten wirklich sehr viel Liebe mit im Gepäck und verzauberten die pogenden Hörer_innen.

„Und das ist nur unser Intro!“

…schrien sie in die bunte Menge, die nach den ersten 10 Minuten bereits völlig am Eskalieren war. Direkt vor der Bühne bildete sich ein Teufelskreis und die ersten Verrückten begannen, sich auszuziehen. Im hinteren Teil des Privatclubs ging es eher ruhiger zu, doch auch dort wurde getanzt und mitgegrölt. Manche machten es sich auch einfach mit einem Glas Bier auf dem Sofa gemütlich. Ganz egal, von wo aus man auf die Bühne blickte, jede_r hatte an diesem Abend Spaß und konnte ihn genießen.

Tobende Fans

Es ging schnell gut los, doch leider war’s auch schnell vorbei. Der Abend verging wie im Fluge. Kafvka glänzten mit einer actionreichen Performance und die sehr dynamische, vor allem aber auch leicht angetrunkene Crowd dankte es ihnen mit stundenlangem Beifall und nackter Haut. Im Großen und Ganzen also ein gelungener Abend. Auf jeden Fall haben die Jungs das Zeug dazu, nicht nur den Privatclub – welcher sich im Übrigen ausgezeichnet als Location eignete – sondern auch wildgewordene Festivalmeuten zu begeistern. In dem Sinne – Konsumieren, konsumieren, konsumieren!

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Termine HändeHoch! –Tour / Festivals
03.06.16 – Nürnberg – Rock im Park
08.07.16 – Cottbus // Laut gegen Nazis
08.07.16 – 09.07.16 Straubenhardt, Happiness Festival
29.07.16 – 31.07.16 Trebur, Trebur Open Air
05.08.16 – 06.08.16 Horb am Neckar, Mini-Rock Festival
10.08.16 – 14.08.16 Eschwege – Open Flair Festival
11.08.16 – 14.08.16 Rothenburg o.d. Tauber, Taubertal Festival
19.08.16 – 21.08.16 Karben, Karben Open Air


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'Im Plausch mit: Kafvka + Konzertbericht' have 2 comments

  1. Angela

    21. Mai 2016 @ 10:40 Angela

    Auf jeden!

  2. 20. Mai 2016 @ 10:08 TheShure

    Fette Live-Band!


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