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Konzertbericht: The Shins live in Hamburg

Konzert am 14. August 2017 in der in der Großen Freiheit in Hamburg
Text und Fotos: Jennifer Gottstein

Ich muss gestehen vor dem Konzert war ich etwas beunruhigt, dass die Liedauswahl die Stimmung drücken könnte – immerhin haben The Shins durchaus viele ruhigere Songs. Angekommen in der Großen Freiheit wurde ich gleich doppelt überrascht: zumal war das Venue gut gefüllt, obwohl es für den Hamburger August 2017 hochsommerliche 25 Grad draußen hatte. Und zum anderen legten The Shins direkt mit Vollgas los. Mit „Name For You“ und „New Slang“ bauten sie neue Lieder mit in die Setlist, ließen aber auch alte Klassiker nicht aus. So packten sie „Australia“ und „Dead Alive“ auch direkt mit auf die To-Do-Liste. Die Konzertbesucher_innen waren durchweg tanzfreudig und das machte offenbar auch der Band mächtig Spaß.

 

The Shins Konzertbericht Hamburg 2017 MUSIKMUSSMIT
The Shins

 

Mit einer sehr folkfreundlichen Besetzung (Bass, Schlagzeug, Tamburin, Keyboard, teilweise zwei Gitarren und gelegentlich noch viele andere Instrumente, was halt gerade passte) füllten sie die Bühne voll aus. Alle Bandmitglieder waren nach drei Songs durchgeschwitzt und klatschnass, was sie aber nicht zu stören schien – im Gegenteil, die Laune wurde immer besser. James Mercer selbst war zum spaßen aufgelegt und unterbrach einfach auch mal einen Song, weil er anscheinend die Lyrics vergessen hat.

Er lief zum Gitarrist Casey Foubert und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dieser war sichtlich verwirrt, musste dann aber laut loslachen. Mercers Ausrede war, dass ihm gerade ein Traum von letzter Nacht eingefallen ist, den er Casey unbedingt erzählen musste. Das glaubte ihm keiner, musste man aber auch nicht, denn offensichtlich musste Mercer selbst über den Umstand lachen. Ohne weitere Probleme ging es dann weiter. Nach knapp 90 Minuten war dann auch Schluss, was aber okay war, denn es tropfte bereits von der Decke.

Ein tolles Konzert, auch nach 21 Jahren haben es The Shins noch drauf und können nicht nur Musik wie von der Platte abliefern, sondern auch mit viel Spaß und Unterhaltung 90 Minuten lang ihre Fans gut entertainen.

Jenny

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Rita

    Es waren Kid Wave – trotzdem danke ;)

  2. Rita

    Hi, sag mal, weißt du noch wie die Vorband hieß? Danke und Grüße

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