Five – 5 Alben | Blackmusic

FIVE Alben aus HipHop MUSIKMUSSMIT Illustration Jakuffo
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  • Beitrag zuletzt geändert am:17. März 2021
  • Beitrags-Kategorie:Album-Tipps / Musik
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  • Lesedauer:5 min Lesezeit

Noch völlig unbekannt und unerkannt möchte ich mich kurz als Neuling bei MMM outen. Von mir werdet ihr in Zukunft Berichte aus der Sparte Hiphop/Soul/Black zu lesen bekommen und darauf freue ich mich sehr. Einsteigen möchte ich mit einer kleinen Reise durch die entspanntesten Blackmusic-Songs bzw. Alben des vergangenen Jahres. Also holt euch eine zu große Wolldecke, kocht euch einen letzten, noch im Teeschränkchen versauernden Weihnachtstee und genießt einen kurzen Augenblick die musikalische Untermalung zu dem schweren, verschneiten Winterhimmel.

Text und Auswahl: Julia Silko | Illustration: Jakuffo

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Samm Henshaw – Track „Night Calls“ / EP „The Sound Experiment 2“

Los geht es mit dem Ausnahmetalent Samm Henshaw aus London. Mit eingängigen Melodien, einer gefühlvollen Stimme und einer Liveband hinter ihm, die alles kaputt macht und zum Tanzen bringt, was nicht bei 3 auf dem Baum ist (ich hatte das Glück ihn auf dem Haldern Pop Festival zu sehen), gehört er für mich zu einem der spannendsten Newcomer im Bereich Soul.

Obwohl „Night Calls“ eines der langsameren Stücke seiner EP „The Sound Experiment 2“ ist, schafft es der Song auf Henshaw-magische Weise, einen innerhalb von 3 Minuten mit der gesamten Welt zu versöhnen, völlig egal, wie kacke der Tag bisher so war.

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Chance The Rapper – Track „All We Got“ / Album „Coloring Book“

Mindestens so warm wie die Farben seines Albumcovers „Coloring Book“ hören sich auch die Songs auf der Platte an: Soulige Frauenchöre, langsame Beats und Kirchenatmospäre at it’s Heiligstes. Chance The Rapper kreiert seine Idee eines Großmixtapes, das durch überladene, kitschig-schöne Atmosphäre und tiefe Beats nicht besser zu einem entspannten Nachmittag passen könnte. Nicht umsonst tauchte das Album in den Rankings für die „Platte des Jahres“ stets in der Top 5 auf.

Auf „All We Got“ vergisst auch Buddy Kanye West seinen Termin in der Klapse für einen Moment, um ins vom Kinderchor vorgesungene Credo mit einzustimmen „Music Is All We Got“. Well, Amen.

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Post Malone – Track „Go Flex“ /  Album „Stoney“

Mehr als eine einfache Akustikgitarre und ein paar Beats braucht Post Malone auf „Go Flex“  nicht, um einen eingängigen Hit zu kreieren, der einen wie guten Rotwein einlullt und ein bisschen schläfrig macht. Auf dem im Dezember erschienen Debütalbum „Stoney“ sind noch viele solcher atmoshärenschaffenden Juwelen zu finden.

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Mick Jenkins – Track „Plugged“ / Album „The Healing Component“

Wie großartig ist eigentlich dieser Mick Jenkins? In seinen Kompositionen treffen Soul, Jazz, HipHop und irgendwie auch Blues im Ohr aufeinander, um als geschmeidige Melange die Herzen der Hörer_innen etwas zu erleuchten und höher schlagen zu lassen. Mit der Erhaltung und Pflege dieses Organs beschäftigt sich Jenkins auch lyrisch im Konzeptalbum „The Healing Component“.

Zugegeben, obwohl auch er ähnlich wie Kollege Chance The Rapper hier und da zu sehr auf die Hilfe von Gott vertraut, bleibt er in seinem Aufruf „Spread Love“ authentisch und erfrischend. „Plugged“ kommt leichtfüßig und entspannt daher und bildet damit den perfekten Ausgleich zu ernsteren Beats und Themen des Albums. Wer, verständlicherweise, noch mehr Liebe braucht, der höre sich die vorherigen fantastischen EPs „Water(s)“ und „Wave(s) an.

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De La Soul – Track „Drawn“ / Album „And The Anonymus Nobody“

Den Abschluss meiner schummrigen Reise durch 2016 krönen HipHop Urgesteine De La Soul, auf deren neuen Album „And The Anonymus Nobody“ auch „Drawn“ zu hören ist. Mithilfe der schwedischen Band Little Dragon kreieren sie ein mitreißendes Stückchen Musik und besingen, wie könnte es anders sein, die Liebe. Ein paar verspielt-neugierige Geigen, gestrichen und gezupft und ein paar verschlafene Synthies bilden hier das Grundgerüst. Der treibende Beat macht nicht nur wieder munterer, sondern erinnert einen vage an Zeiten zurück, in denen das Thermometer auch etwas Zweistelliges im Plusbereich angezeigt hat. Bis es jedoch so weit ist, kann man sich getrost nochmal unter der Wolldecke verkriechen.

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Julia

Musik ist für mich Enthusiasmus und Eskapismus, meine erste Liebe, schwierig, eigensinnig, Lebenssinn und überlebenswichtig, krass und manchmal ätzend. Ein bisschen wie das Lametta auf dem Tannenbaum, das Frettchen im Bällebad und das Kokos am Raffaelo. Mit Ohren voller Skepsis friste ich ein Dasein zwischen Hiphop, RnB, Bluesrock und Pop. Wenn ich mich nicht gerade mit Musik aufhalte, darüber schreibe oder lästere, bin ich mit Studieren, Lesen oder Sport beschäftigt.

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