Satellite Stories live in Berlin 2018 Abschlusstour

Mit lachendem und weinendem Auge: Satellite Stories Abschiedskonzert Berlin

Ja, der Privatclub verwandelte sich binnen Minuten in eine Sauna und niemand wollte ein Ende herbeisehnen.

Text und Fotos: Inken Petersen
Konzert am 05.10.2018 im Berlin, Privatclub | Support: LCMDF

Am 5. Oktober 2018 begab ich mich in den Privatclub, um der angekündigten Satellite Stories Abschiedstour beizuwohnen. Der ausverkaufte Privatclub füllte sich recht schnell und es ging mit der Vorband LCMDF (Le Corps Mince de Françoise) los. Meine Musik spielte das finnische Elektropop-Duo nicht, jedoch hatten sie unter dem Publikum ein paar Anhänger_innen. Stimmlich fand ich es gar nicht schlecht, aber mir fehlte bei dem Elektrobums und dem ganzen Stimmenverzerren irgendetwas. Das Gute war, dass die Umbaupause dank wenigem Equipment nicht lange dauerte und Satellite Stories, nachdem sich die letzten Fans in´s Publikum gequetscht hatten, loslegen konnten.

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…dann schreiben wir mal Geschichte

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Satellite Stories haben sich äußerlich  kaum verändert. Einer trägt jetzt Hut, der andere hat kürzere und der dritte hat längere Haare und eine Brille und der vierte sieht immer noch genau so aus wie damals. Glücklicherweise sind sie aber immer noch die erfrischenden finnischen Indie-Boys, die ihre Fans zum Kochen bringen können. So geschah es auch an diesem Abend im Privatclub.

Satellite Stories live in Berlin 2018 Abschlusstour

Es war herzlich und voller Emotionen, es wurde geschwitzt, getanzt und mitgesungen. Die Finnen spielten ein buntes Potpourri ihrer bisherigen Alben und Esa, der Sänger, sichtlich gerührt, hielt zwischendurch ein paar kleine Reden, in denen er vor allem betonte, dass wir diesen Abend genießen sollen, sie ALLES geben werden und wir uns für immer daran erinnern werden. Damit behielt er definitiv recht. Ich habe bei einem Konzert schon lange nicht mehr so abgedanct und so geschwitzt. Ja, der Privatclub verwandelte sich binnen Minuten in eine Sauna und niemand wollte ein Ende herbeisehnen. Ebenfalls erwähnte er, wie sehr ihnen Berlin am Herzen liegt und dass sie es wahnsinnig finden, am Anfang ihrer Bandzeit, in Berlin, vor einer handvoll Menschen, von denen keiner sie kannte, gespielt zu haben.

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I can´t hear you! Should we go again?

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Nachdem Satellite Stories Songs wie beispielsweise „Coupons“, „Sirens“, „Confetti“, „Cut Out The Light“ und „Mexico“ gespielt hatten, wollte der Applaus nicht abebben und sie kamen selbstverständlich wieder auf die Bühne und es ging weiter. Besonders eine Situation blieb mir im Gedächtnis hängen. „Campfire“, was das erste Lied war, welches ich von ihnen kannte und welches auch immer noch mein liebstes ist, wurde angespielt. Zwischendurch sollte eine stimmliche Pause folgen. Demnach spielten die Jungs ihre Instrumente weiter und wussten genau, wann die Stimmen wieder hätten einsetzen müssen. Das Publikum sang jedoch weiter („[…] Waited all summer to get to you. Campfire outside, we fell and kissed […]“) und crashte den Plan der Finnen. Esa nahm es gelassen, stellte die Singenden mit einer abschwächenden Handbewegung ruhig und meinte: „Berlin, this is perfect. If we see something we wanna remember the rest of our lifes, then we do the song twice. Should we go again? I can´t hear you! Should we go again?“. Tja und somit war der Laden umso aufgeheizter, alle um ein Dreifaches am Ausrasten und „Campfire“ begann auf ein Neues.

Da die Berliner_innn immer noch nicht genug hatten, verkündeten Satellite Stories, dass sie nun ein Lied doppelt spielen würden, was sie noch nie getan hatten. „The Trap“ wurde also wiederholt abgefeiert und Esa lud zur Aftershow-Party in´s Lido ein. Vorher waren die Vier aber noch am Merchstand anzutreffen und standen für alle Wünsche und Fragen bereit. Es wurden Geschichten ausgetauscht und viele Fotos mit der Band gemacht.

Es war zu spüren, dass die Jungs ihre letzte Tour genossen, dabei aber auch etwas melancholisch waren. Noch jetzt denke ich an das Konzert zurück und bin wirklich froh, dabei gewesen zu sein, denn so eine tolle Indie(-live!)-Band bekommt man nicht jeden Tag zu sehen. Natürlich macht es auch mich etwas traurig zu wissen, dass Esa, Olli-Pekka, Marko und Jyri nie wieder gemeinsam eine Bühne betreten werden (aber wer weiß das schon?).

P.S. Wow, die 1,5 Stunden hatten es in sich! Danke, liebe Satellite Stories!

Abschieds-Tour: Satellite Stories auf „Cut Out The Lights“-Tour


'Mit lachendem und weinendem Auge: Satellite Stories Abschiedskonzert Berlin' ist bisher ohne Senf.

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