Dearly Beloved Punkrock aus Kanada Foto MUSIKMUSSMIT

Konzertbericht: Dearly Beloved in Berlin

Energiegeladener Noise-Punkrock aus Kanada

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Konzert am 02. Mai 2014 im Privatclub
Fotos: Corinna Sauer | Text: Angela Beyer

Kürzlich hatten wir das Vergnügen Dearly Beloved aus Kanada live sehen zu dürfen. Wenn man eine Band so gar nicht kennt, ist es doch immer spannend und aufregend, nicht zu wissen, worauf man sich einlässt – so auch dieses Mal. Zum einen, weil diese Band für nur sehr wenige Menschen alles gegeben hat und es somit ein sehr exklusives Konzert war und zum anderen, weil mich die Energie, die sie trotz geringer Besucherzahlen aufbrachten, begeisterte.

Dearly Beloved Punkrock aus Kanada Foto MUSIKMUSSMIT

Hauptakteure an diesem Aben war ohne Frage Sängerin Niva Chow und Bassist/Sänger Rob Higgins, die sich als seltsam symbiotisch herausstellten. Innbrünstiger Zwiegesang, ein wenig Getätschel am Kopf, ein kleiner Schubser, aha. Higgins weiß um die vielfältige Spielbarkeit seines Basses: mal hämmert er dermaßen auf dem Bass herum, dass man Angst bekommt, das Blut könnte jeden Moment losspritzen. Mal spielt er ihn wie eine Gitarre, um ihn im nächsten Moment hinterm Kopf zu halten. Niva schaut von Anfang an überhaupt nicht begeistert drein, man könnte sagen, sie sieht richtig mies gelaunt aus und wird uns jeden Moment wieder nach Hause schicken. Vielleicht hatte sie nur einen schlechten Tag, vielleicht steckte ihr noch die Zeitumstellung in den Knochen, man weiß es nicht.

Dearly Beloved Punkrock aus Kanada Foto MUSIKMUSSMIT

Nive Chow live im Privatclub

Das Konzert beginnt und schon wird klar – hier sind Besessene am Werk. Der Drummer grinst und trommelt wie der Wirbelwind und auch der Gitarrist macht sich nichts aus dem fehlenden Publikum. Sie geben einfach alles und ich bin sehr amüsiert. Als das Konzert beendet ist und Niva die Bühne verlässt, huscht tatsächlich ein Lächeln über ihr Gesicht, na bitte, geht doch!

Wer auf krachenden Power-Punk-Rock steht, der/die sollte das nächste Konzert auf gar keinen Fall verpassen. Die Band hat verdient, gehört zu werden!

 


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'Konzertbericht: Dearly Beloved in Berlin' has 1 comment

  1. 10. Januar 2016 @ 20:57 Entdeckungen 2014 - Eine Playlist | MUSIKMUSSMIT

    […] mit Wumms. The Strypes Ghinzu Bonjah Deap Vally Dearly Beloved Benjamin Booker Rival […]


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