Sir William Rooster Berlin Pressefoto

Vorgestellt: Sir William Rooster | Cloudrock aus Berlin

Relativ früh war mir aber klar, dass ich meine kreativen Ergüsse mit einem Job vereinen müsste.

Text: Isabel Zech | Foto: Sir William Rooster

„Kein Bock auf glattgebügelte Mainstreamkacke?“ – Aus diesem Grund macht Philip aka Sir William Rooster lieber seine eigene „Selfmade-Kacke“. Bei ihm ist alles selfmade. Vom Songtext über die Aufnahmen bis hin zur Eigenregie im Video zu seinem Song „Remember Me“. Hinter dem Musiker Sir William Rooster versteckt sich der selbsternannte „Postproduktions- und Kompositions-Dude“ Phil, der keine Hähnchen brät, sondern progressiven Rock mit Pop-Nuancen und einer Prise Elektronischem zusammenwirft. Wir finden das richtig gut und haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Bevor er als Solomusiker unterwegs war, spielte er in einer Band mit Freunden. „False Friend“ machte Punkrock/Hardcore und tourte sogar als Support für die Bands Smile and Burn und Milliarden durch Deutschland und Polen. Nach einer wilden Zeit und einigen Gigs löste sich die Punkrockband wieder auf und Phil studierte Audio-Engineering. Die Lust auf Musik dabei blieb, und so arbeitet er mittlerweile in einer Berliner TV-Produktionsfirma, komponiert und mischt Kompositionen für Shows und Werbespots, darunter Einspieler für Shows von Joko und Klaas.

Beeinflusst von Künstler_innen wie Muse, White Lies, A Perfect Circle und Biffy Clyro,  fing er als Sir William Rooster an, eigene Sachen abzumischen. Ob Instrumente, Recording, Master oder Musikvideo – Phils Devise lautet: Selbermachen.

„Klar dauert es dadurch alles etwas länger, aber ich kann auch genau das machen, worauf ich Bock habe. Wichtig ist mir dabei in Zeiten von YouTube und Co. trotzdem qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen, ohne dabei tausende Euros zu versenken.“

Video: Remember Me

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Wichtig ist ihm dabei vor allem die Qualität der Musik. Er ist geprägt von „gut produzierte[r] Musik mit viel Energie, Einflüssen aus Pop und Progressive Rock mit hymnischen Parts“. Neben der Qualität stehen für ihn auch Texte im Vordergrund. Themen mit gesellschaftskritischen Hintergrund oder die Vermittlung eines Gefühls, wie die Überwindung des inneren Schweinehundes in einer Sucht.

„Remember Me“ ist einer seiner 4-Song EP „Delusion“, die seit Oktober 2017 erhältlich ist. Das Video zum Song gibt es bereits auf YouTube zu sehen. Dieses Jahr will er noch an weiteren Songs basteln und damit dann voraussichtlich 2019 einige Konzerte geben.

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Im Interview: Sir William Rooster

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Was ist die Geschichte hinter deinem Namen?
An und für sich ist die Geschichte hinter dem Namen „Sir William Rooster“ einfach. Mein Familienname ist Hahn und den wollte ich irgendwie mit in meinen Künstlernamen einfließen lassen. Und dann stamme ich vielleicht von den Royals ab?!

Wie und wann hast du angefangen Musik zu machen?
Musik mache ich schon seitdem ich ein Kind bin. 6 Jahre Cello, dann Gitarre und hier und da noch ein bisschen Klavier und Drums. Mit meiner ersten Band „False Friend“ (aus dem Dunstkreis von Amiens – jetzt Smile and Burn und Milliarden) bin ich durch Deutschland und Polen getourt und habe in Sachen Punkrock/Hardcore die Sau rausgelassen. Nach einem Album und zahlreichen Gigs nahm die Aktion Punkrockband dann doch leider ein schnelles Ende.

Relativ früh war mir aber klar, dass ich meine kreativen Ergüsse mit einem Job vereinen müsste. So studierte ich Audio Engineering und bin nun als Postproduktions- und Kompositions Dude in einer Berliner TV-Produktionsfirma tätig. Neben einigen Musikkompositionen für Shows und Werbungen mische ich unter anderem die Einspieler für fast alle Sendungen des Spaßduos Joko und Klaas.

Meine eigene musikalische Verwirklichung versuche ich seit 2017 mit Sir William Rooster. Dabei mache ich alles selbst. Musik, Recording, Mix, Master, Musikvideos, Trailer usw.

Klar dauert es dadurch alles etwas länger, aber ich kann auch genau das machen, worauf ich Bock habe. Wichtig ist mir dabei, in Zeiten von YouTube und Co. trotzdem qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen, ohne dabei tausende Euros zu versenken.

Über was willst du in deiner Musik schreiben? Liegt dir ein bestimmtes Thema besonders am Herzen oder stehen Lyrics eher im Hintergrund?
Lyrics sind mir schon sehr wichtig. Meistens schreibe ich gesellschaftskritische Texte oder versuche ein bestimmtes Gefühl zu transportieren. Bei „Remember Me“ geht es beispielsweise um die Abhängigkeit, die Sucht und den inneren Schweinehund, der einen abhält und doch wieder überredet der Sucht nachzugehen. Schön ist es auch, wenn Texte mit der Komposition harmonieren.

Sir William Rooster Cover Delusion EP

 

Was oder wer sind deine musikalischen Vorbilder? Wer inspiriert(e) dich?
Gut produzierte Musik mit viel Energie, Einflüssen aus Pop und Progressive Rock mit hymnischen Parts holt mich meist immer ab. Maßgeblich beeinflusst haben mich Künstler wie Muse, Sparta, A Wilhelm Scream, White Lies, Biffy Clyro, A Perfect Circle u.v.m.

Dein bisher geilster Auftritt?
Konzerte sind als Sir William Rooster für 2019 in Planung. Dazu brauche ich ein paar mehr Songs, die aktuell auch schon Form annehmen und ich muss noch einige Musikerfreunde zusammentrommeln. Dann schauen wir mal, wie es weiter geht.

Gibt es ein großes Ziel, das du als Musiker anstrebst?
Klar, mein größtes Ziel ist es, meine Musik unter die Leute zu bringen und eine große Hörerschaft zu bekommen. Wenn dann noch Leute zu meinen Konzerten kommen, bin ich mehr als glücklich. Plattenfirma, Label, Hall of Fame und unendlicher Reichtum sind mir dabei egal.

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Isa
Wer?

Nach jahrelanger fanatischer Fokussierung auf Punkrock und Indie-Rock kam ich irgendwann auf den Geschmack auch mal etwas Anderes zu hören. Seitdem bin ich offen für Neues, wie im Moment für HVOB, alt-J, Rampue, Local Natives, Flume, Ten Walls, KYTES, Warpaint und The Vaccines. Und wenn schon keine Musik mache, dann am besten drüber schreiben. Auf zum Festival und ran an die Tasten!


'Vorgestellt: Sir William Rooster | Cloudrock aus Berlin' ist bisher ohne Senf.

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