Studiobesuch bei Brokof in Berlin Friedrichshain | MUSIKMUSSMIT

Zu Besuch bei: BROKOF in Friedrichshain | Videosession

Text und Foto: Angela Beyer | Beitragsbild und Video: Stephan Noë

Unser Videomann Stephan ist in der Musikszene ja bekannt wie ein bunter Hund und deswegen kennt er auch viele gleichgesinnte Menschen, die Musik machen. So ist es keine Seltenheit, dass der Jung immer wieder mit neuen Vorschlägen um die Ecke kommt, welcher Band wir als nächstes einen Besuch abstatten könnten. Dieses Mal standen auf unserem Spickzettel sechs Buchstaben, die den Namen jener Berliner Folk-Rock-Band bilden, um die es hier geht: BROKOF.

Vor genau zwei Wochen machte ich mich auf den Weg nach Friedrichshain, wo Stephan und drei ausgesprochen nette Herren bereits im Studio vor Ort waren. Als der vierte Mann im Bunde, ebenfalls nett und zudem der Namensgeber der Band, eintrudelte, wurde ich durch das Studio geführt, wo auch die Session stattfinden sollte. Nachdem BROKOF und vor allem Stephan sich sortiert, positioniert und geräuspert hatten, ging´s auch schon los mit Musiziererei.

Die Jungs entschieden sich für den Song „Dear Future Generations“ vom just erschienen Album „Fore!“, mit dem sie aktuell auch auf Tour sind. Seht hier nun das Video und lest ein Interview, in dem euch die Band ein bisschen mehr über sich erzählt.

Studiobesuch bei Brokof in Berlin Friedrichshain | MUSIKMUSSMIT

Gemütliche Session mit BROKOF

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Interview mit BROKOF

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Hallo zusammen! Stellt euch doch kurz vor: wer seid ihr?
Hi, wir sind die Band BROKOF, aus Berlin, Arne (Piano, Guitars, Vocals), Fabian (Vocals, Guitars), Puya (drums) & Rocco (Bass).

Für die, die euch nicht kennen: wie würdet ihr euren Sound beschreiben?
Wir bezeichnen unsere Musikrichtung gern als Indie-whateveryouwannacallit-rock. Wir versuchen eine dynamische Band zu sein, die Graustufen zwischen laut und leise, wild und sanft etc. auszutarieren und uns ansonsten nicht stylistisch binden zu lassen. Für uns waren die inspirierendsten Bands eigentlich immer die, bei denen man eigentlich nicht so ganz genau sagen konnte, was die eigentlich für eine Art Musik spielen, irgendwo zwischen den Stühlen verortet, eigen.

Wie lange seid ihr mit BROKOF schon im Geschäft? Wie habt ihr zusammengefunden?
In letzter Zeit sagen wir immer seit 2010 (da kam unser erstes Album raus), aber tatsächlich sind wir als Band schon seit 2007 dabei und auch davor gab es das Projekt BROKOF schon in der ein oder anderen Variante, da Fabian die Band als Soloprojekt startete.

Euer neues Album Fore! ist grad erschienen. Würdet ihr behaupten, ihr seid eurem Stil treu geblieben oder gibt´s darauf klangliche Experimente zu hören, die für Fans neu sein könnten?
Wir hoffen schon, dass wir uns verändern und weiterentwickeln, immer das Gleiche zu machen wäre uns langweilig. Die neue Platte ist kantiger, traut sich weiter raus und es gibt durchaus klangliche Experimente, für unsere Verhältnisse beispielsweise gibt es in Songs wie „Cabin“ oder „The World At Her Feet“ viel Elektronik und wir haben versucht, die Akustikgitarre als erklärendes Element durch andere, neue Mittel zu ersetzen oder auch einfach mal wegzulassen. Für uns sind das große Schritte und gefühlt riesige Veränderungen, aber klar, von außen klingt das schon alles auch noch wie BROKOF.

Habt ihr alle eure Alben in Eigenregie in eurem schönen Studio aufgenommen?
Bisher schon. Die Idee, woanders hinzugehen und dort mit jemand anderem an unseren Sachen zu arbeiten, stand immer wieder mal im Raum, aber wir haben sie aus den verschiedensten Gründen immer wieder verworfen. Mittlerweile stellen wir uns diese Frage nicht mehr, was wahrscheinlich bedeutet, dass wir bald mal woanders aufnehmen. Alles selbst machen zu können empfanden wir immer schon als Fluch und Segen. Auf der einen Seite hat man alle Zeit und Freiheit der Welt und, da unser Studio mit uns gewachsen ist, auch alle Möglichkeiten und kennt diese Möglichkeiten auch einfach sehr gut. Auf der anderen Seite muss man sich sehr disziplinieren, überhaupt zum Ende einer Produktion zu kommen und sich nicht komplett in Frickelei und Eigenbrötlertum zu vergraben.

Ihr habt eure kommende Tour bereits in Hamburg und Berlin eingeläutet. Wie war die Stimmung?
Super. Wir vier hängen einfach gern zusammen rum und das überträgt sich halt auch aufs Publikum. Es macht Spaß unterwegs zu sein, neue Leute zu treffen und auf ganz direkte Art Feedback zur eigenen Arbeit zu kriegen. Außerdem sind wir mittlerweile einfach eine richtig gute Liveband, das hilft schon auch.

Was liegt nach der Tour an, irgendwelche Pläne?
Mal schauen. Mehr spielen. Neue Songs aufnehmen. Politisch aktiver werden. Möglichst auf Plastik verzichten. Wir werden sehen.


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Tourdaten Brokof 2018
01.11.18 Dresden, Riesa Efau
02.11.18 Bayreuth, Schokofabrik
03.11.18 Pilzen, Andels Music Club
04.11.18 Prague, A (Void) Floating Gallery
06.11.18 Wien, Clash
07.11.18 Linz, Salonschiff Florentine
08.11.18 Regensburg, Alte Mälzerei
09.11.18 München, Milla
10.11.18 Leipzig, Subbotnik
21.11.18 Rostock, Peter Weiss Haus
22.11.18 Copenhagen, Klub Geyser
23.11.18 Lübeck, Tonfink

Tourdaten Brokof 2019
25/26.01.19 Bremen, Gastfeld
15.02.19 Darmstadt, Goldene Krone
18.02.19 Wesel, JZ Karo
20.03.19 Münster, Teilchen & Beschleuniger

Diskografie
2010 Softly Softly Catchee Monkey
2012 Side by Side
2016 Cool Fame
2018 Fore!

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Ding Dong, weitere Hausbesuche gibt es hier.


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