zip.Kosmonaut Festival Hamburg Review MUSIKMUSSMIT Foto Jennifer Gottstein

Review: Kosmonaut.zip Festival in Hamburg

Kosmonaut.zip Festival am 29. Oktober 2016 in der Inselparkhalle Hamburg
Fotos und Text: Jennifer Gottstein

Wie der Name schon sagt, war hier die Aufgabe gegeben ein Festival – in diesem Falle das Kosmonaut Festival – zu zippen, also zu komprimieren. Das hat ziemlich gut funktioniert, auch wenn es sich erst einmal etwas merkwürdig anhört.

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Zeltplatzflair, Glitzerschminke, Dixies, Bierpong und Flunkyball

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Zuerst einmal zu Location: die etwas uncharmant daherkommende Inselparkhalle in Hamburg ist auf den ersten Blick nicht wirklich der perfekte Ort für ein Ein-Tages-Festival, aber durch liebevolle Dekoration hat es doch an Festivalfeeling nicht gefehlt. Der Zeltplatzflair wurde durch eine Außenanlage mit Fressbuden und Chillout-Areas nachempfunden, in der Halle waren auch Dixies aufgestellt – mehr für das Festivalgefühl als zur Nutzung. Auch das Rahmenprogramm war gut angepasst, es gab Bierpong und Flunkyball-Anlagen, die ausgiebig genutzt wurden, sowie Glitzerschminke und Fotoboxen. Das Highlight war aber das Bällebad, das ausgiebig genutzt wurde. Für die Unterhaltung wurde also auch vor den musikalischen Hauptacts gesorgt. Die sich gegenüber liegenden Bühnen sorgten für Dauerbeschallung und der reibungslose Ablauf dafür, dass auch die halbstündigen Auftritte der Acts nicht zu kurzweilig erschienen. So drehte man sich einfach um und die nächste Band legte los. Es musste also nicht wie auf Festivals sonst erst ein Blick auf den Timetable geworfen werden, wann und wo welche Band spielt. Man ließ sich einfach treiben.

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Schwarz Don´t Crack

So startete das Spektakel ein wenig schleppend, der herausragende Schwarz Don’t Crack spielte noch vor halb gefüllter Halle, was sich jedoch mit der Zeit schnell änderte. Es folgten Yukno und Fil Bo Riva mit tollen Shows, die Halle füllte sich und der Innenraum war bald gefüllt mit tanzwütigen Menschen. Vor allem die musikalische Mischung beim Lineup konnte sich sehen lassen: nach dem Abriss von Chefboss kamen die HipHop-begeisterten Besucher_innen auf ihre Kosten und konnten zu LGonny und Nimo abgehen, wenig später folgte die junge Band Razz aus dem Emsland, die vor allem junge Mädchenherzen dahin schmelzen ließen, aber auch ihre herausragende Livequalität unter Beweis stellen konnte. Bevor Wanda unter bebenden Tanzfüßen und lauter Unterstüzung das Festival abschließen konnten, machte die neue Kollaboration aus Kid Simius und Bonaparte – Mule & Man – nochmal richtig Stimmung in der Halle. Ein wenig schade, dass anfangs noch recht wenig Leute da waren, aber auch schön zu sehen, dass die Stimmung doch noch zum Kochen gebracht wurde.

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Yukno

Das Projekt Festival zippen ist in diesem Fall wirklich gut gelungen, trotz nasskalter Stimmung draußen. In der Halle konnten die Acts – trotz ihrer recht kurzen Spielzeit von je nur 30 Minuten – die Menge für eine kurze Zeit von sechs Stunden in Erinnerung des vergangenen Festivalsommers wiegen. Das Experiment Festival zippen ist also gelungen – und macht Laune auf Sommer!

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Weitere Festival.zip
Melt!zip am 26.11.16 in Köln
Splash!zip am 3.12.16 in München

Auch das PULS Festival wird noch in diesem Monat mit einem Indoor-Festival aufwarten. In Erlangen und München gibt´s Musik von Local Natives, Drangsal und Mule & Man etc. auf die Ohren. Wir verlosen Tickets für das PULS Indoor Festival in Erlangen.



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


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