Review Lesung Stuckrad Barre in Dortmund

Review: Benjamin von Stuckrad-Barre – Lesung in Dortmund

Foto: Till Brönner

Fußball vs. Literatur

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Kein leichtes Datum hat sich Benjamin von Stuckrad-Barre da ausgesucht für seine Lesung in der Fußball-Hochburg Dortmund. Am 20.04.16 kam er in die schwarz-gelbe Stadt, um seine Autobiografie Panikherz vorzustellen – am gleichen Tag spielte auch der BVB in Berlin gegen den HSV. Dessen war sich Stuckrad-Barre aber bewusst und kam gleich zu Anfang zum Punkt. Nach der Einlaufmusik – ein wilder Mix aus „Honky Tonky Show“, Nirvana und den Pet Shop Boys – kam er direkt auf das Spiel zu sprechen und wollte gerne einen Liveticker bei jedem Tor haben, auch wenn er kein Fußballfan ist. So gewann er auch direkt die Herzen der Fußballverrückten im Publikum.

Überraschungsgast und Fanaccessoires

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Er las einige Stellen aus seinem Buch vor und untermalte sie mit Geschichten, die er in seiner hektischen Art mit den Ausschnitten aus dem Buch assoziierte. Als er eine Stelle aus seinem Buch vorlas, bei der er Friedrich Küppersbusch auf dem Göttinger Literaturherbst trifft, unterbricht er kurz und holt seinen Überraschungsgast auf die Bühne: Friedrich Küppersbusch. Der Journalist und Grimme-Preis-Träger, der in Dortmund studierte, kam natürlich mit schwarz-gelben Schal auf die Bühne und schimpfte etwas zynisch mit dem Autor, da er nun das Spiel verpassen würde. Zusammen lasen sie einige Auszüge aus dem Buch und Stuckrad-Barre wusste es wohl zu schätzen, dass Küppersbusch für eine kurze Einlage vorbei schaute. Als Dank trug er den BVB-Schal von Küppersbusch den ganzen Abend durch.

Rauchend zum Auswärtssieg

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Immer wieder eine glimmende Zigarette im Mundwinkel erzählte er weitere Ausschweifungen zu dem Buchplot und imitierte in einer beeindruckenden Art und Weise Udo Lindenberg. Nach 90 Minuten ist auch bei der Lesung Ende und Stuckrad-Barre erkundigt sich ein letztes Mal nach dem Endstand beim Auswärtsspiel: Dortmund gewinnt!

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Aus dem Drogensumpf ins Bücherregal: Benjamin von Stuckrad-Barre – „Panikherz“



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


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