Rafael Rikou Berlin Pressebild

Vorgestellt: Rafael Rikou aus Berlin | Feinste elektronische Musik

Meine Musik ist sehr lebendig, dynamisch, dramatisch und folgt keinem strikten Aufbau.

Als ich Rafael Rikous Musik das erste Mal hörte war sofort klar: wir müssen über diesen Herren etwas bringen. Das geht ja nicht, dass die Musik unter Verschluss bleibt. Und hier seht ihr nun den Beitrag, in dem wir euch bzw. sich Rafael in einem Interview bei euch vorstellen möchte.

Der junge Musiker produziert elektronische Musik, die er mit orchestralen Instrumenten und klassischen Motiven kombiniert. Das Ergebnis könnt ihr auf seiner Debüt-EP „Halcyon Days“ hören. Für den Kurzfilm „Give“ hat Rafael auch die Filmmusik produziert. Inspiriert von Bill Withers, Bruce Hornsby, Rüdiger Lorenz oder Joni Mitchell ist Rafael stets darum bemüht, dem elektronischen Zeitgeist klassische Elemente hinzuzufügen.

Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch mehr von ihm zu hören bekommen werden. Wir halten euch da auf dem Laufenden.

 

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Stell dich unseren Leser_innen doch bitte kurz vor – wer bist du und wo bist du zurzeit zu Hause?
Seit bald 3 Jahren wohne ich in Berlin, plane aber einen Wechsel nach London und Paris.

Du hast dich der – im weitesten Sinne gesagt –  elektronischen Musik verschrieben. Wie kam es dazu? Wie würdest du deine Musik beschreiben?
Meine Wurzeln liegen eigentlich in der klassischen Musik. Von da habe ich mit zunehmendem Alter immer mehr Musikrichtung für mich entdeckt und dabei an fast jedem Stil Geschmack gefunden. Vor allem Hip-Hop, Rap und Gamelan prägten mich für lange Zeit und formten mein Verständnis für Beat und Rhythmus.

Meine Musik ist sehr lebendig, dynamisch, dramatisch und folgt keinem strikten Aufbau. So wie ein Buch den Leser zwingt die passenden Bilder zu den Wörtern zu erzeugen, versuche ich dasselbe mit der Musik. Kopf-Kino.

Deine Musik klingt sehr reif und komplex, erzähle uns ein bisschen über deinen musikalischen Werdegang. Wer gibt dir Inspiration, welche Instrumente spielst du, wer in deiner Familie oder Freundeskreis beeinflusst dich in deinem Tun?

Ich spiele Gitarre und Klavier. Angefangen habe ich mit einer klassischen Gitarrenausbildung. Den Unterricht habe ich aber schnell beendet, da ich gemerkt habe, dass ich in Eigenregie schneller und effektiver vorankomme und mich in meiner Kreativität und meinem Stil nicht beeinflussen lassen möchte. Außerdem war es für mich immer interessanter, nur mit dem Gehör zu arbeiten, anstelle einer genauen Anleitung mit Akkorden zu folgen.

Inspiration für meine Musik kommt aus verschiedenen Bereichen. Meistens Film. In meiner Musik geht es mir vor allem um Ästhetik und darum, ein vollendetes Bild zu schaffen. Die passende Inspiration dazu finde ich vor allem in Filmen aus den 70er und 80 Jahren.

Die Meinung meiner Familie und Freunde ist mir sehr wichtig, da jeder von ihnen mit seiner Kreativität verschiedene Bereiche abdeckt. Meine Mutter beispielsweise war immer schon sehr angetan von der Lyrik und Poesie, was sich stark auf mich ausgewirkt hat. Dasselbe gilt auch für den musikalischen Aspekt, der in meiner Familie generell sehr groß geschrieben wird. Mein Vater als Orchestermusiker und meine Schwester als Musikproduzentin. Mein Bruder war schon immer mehr der Ästhet in der Familie, was auch Einfluss auf meine Arbeit hatte.

Was fasziniert dich an elektronischer Musik?
Wie schwer es heutzutage zu erkennen ist, ob eine Aufnahme rein elektronisch eingespielt oder mit echten Instrumenten aufgenommen wurde.

Die meisten meiner Sounds sind organisch. Das bedeutet, ich benutze Geräusche eines Feuerzeuges, eines Besens, der über einen staubigen Boden kehrt oder eigene Kuss-Geräusche. Die Faszination liegt daher vielmehr in der Technik, die hinter elektronischer Musik steht und mir ermöglicht, solche alltäglichen Geräusche in etwas Besonderes umzuwandeln.

Rafael Rikou Berlin Pressebild

Rafael Rikou ist dein Künstlername? Steht hinter dem Namen ein tieferer Sinn?
Kein tieferer Sinn, aber eine schöne Erinnerung. Es gab mal eine französische Kinderserie namens „Kirikou und die Zauberin“ (Originaltitel: Kirikou et la Sorcière). Eine wunderschöne Sendung, deren Soundtrack mir bis heute nie aus dem Kopf gegangen ist. Der Rest war nur eine Frage der Ästethik und des Klangs. Aus Rafael Kirikou wurde somit schließlich Rafael Rikou.

Bisher ist eine EP erschienen. Bekommst du Hilfe von außen oder ist die EP in völliger Eigenregie entstanden?
Meine bisherigen Lieder sind alle in Eigenregie entstanden, was mir vor allem die Möglichkeit gab, ohne Einfluss von außen und Kompromissen viel freier arbeiten zu können. Tendenziell stehe ich aber Kollaborationen positiv gegenüber und freue mich immer, wenn in solch kreativen Prozessen großartige Dinge entstehen.

Ist es deine Stimme, die in den Liedern zu hören ist? Hast du Gesangsunterricht bekommen?
Ja. Die Antwort auf eine häufig gestellte Frage. Eine klassische Ausbildung in dem Sinne hatte ich nie, ist aber für die nahe Zukunft geplant.

Was steht als nächstes an? Wird es eine LP geben, wirst du Konzerte spielen? Wenn ja, wann und wo?
Ich arbeite gerade an drei neuen Projekten. Da bei meinen bisherigen Arbeiten der Fokus auf der Instrumentierung, Arrangement und Klanggewalt lag, liegt dieser nun auf dem Gesang und den Lyrics.

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Außerdem war ich 2016 an der Produktion der Filmmusik für den Kurzfilm „GIVE“ beteiligt, welcher Teil des Valencia Filmfestivals war. Diesen Weg möchte ich ebenso fortsetzen. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt.

Hast du bereits ein Label? Wenn nicht, bist du auf der Suche oder bleibst du lieber unabhängig?
Ein Vertrag wurde mir bereits angeboten, jedoch konnte ich mich nicht mit dem Label identifizieren. Es gibt aber einige die mir sehr zusagen würden. Zurzeit konzentriere ich mich auf meine Musik und arbeite ständig an neuen Ideen und neuen Sounds.

Soundcloud | Facebook

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Dir gefällt diese Musik? Dann gefällt dir eventuell auch die von Herbstlaub/Nachtstunde oder Chrome Sparks.



Angela
Wer?

Ich mag Serien (derzeit oder kürzlich auf der Mattscheibe gehabt: Narcos, House Of Cards, Bloodline, The Get Down), das Tempelhofer Feld, mein Longboard, Flughäfen, Portugal, Senf, Jogginghose, Erdnusslocken, ausschlafen, frühstücken, Euch und natürlich Musik. Ich mag auch vieles nicht - z. Bsp. Fisch, vollgestopfte U-Bahnen oder kalte Füße.


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