Nick Murphy aka Chet Faker

Alles neu oder wie? – Kapitel 1: Nick Murphy fka Chet Faker

Nichts bleibt wie es ist oder: Alles neu oder wie?

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Chet Faker möchte jetzt beim bürgerlichen Namen Nick Murphy (eigentlich Nicholas James Murphy) genannt werden, The Notwist, Balthazar oder Charity Children verkünden immer wieder neue Solo-Projekte, Hamilton Leithauser und Tostam von Vampire Weekend haben sich verbündet und Bon Iver und James Vincent McMorrow klingen einfach nicht mehr wie damals. Was ist eigentlich los mit diesen Künstler_innen?

In dieser mehrteiligen Reihe möchte ich Euch von einigen Künstlern und Künstlerinnen erzählen, die für mich sehr interessant (geworden) sind, die sich gerade verändern, wieso sie sich verändern, ob ich das gut finde, ob sie nun mehr oder weniger erfolgreich dadurch werden (könnten) usw. 

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Den Anfang macht Nick Murphy fka Chet Faker

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Chet Faker ist seit einigen Jahren ein treuer Vertreter meiner persönlichen Playlist. 2014 verzauberte mich der australische Künstler außerdem auf dem MS Dockville Festival. Nun veröffentlichte er zwei Songs unter seinem richtigen Namen Nick Murphy, legte auf Spotify ein neues Profil an und ändert nun langsam aber sicher auch in den sozialen Netzwerken seinen Namen. So heißt er nun beispielsweise bei Facebook Nick Murphy fka Chet Faker. Solange der Sound so bleibt wie bisher, soll er sich meinetwegen nennen, wie er will. Er ist ja nicht der erste, der seinen Namen reformiert. Aus On A Friday wurde Radiohead, aus Manitoba wurde Caribou, aus Blind Freddy wurden die Kytes.

Der alte Chet

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„Yin and yang of past and present“

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Die erste Single „Fear Less“ wirkt im Gegensatz zu den 2014er Songs des Albums „Built On Glass“ recht experimentell, ausproduziert und nicht mehr so soulig. „Stop Me (Stop You)“ hält uns acht Minuten am Haken und besteht laut Nick Murphy eigentlich aus zwei Songs. Er beschreibt es als „yin and yang of past and present“. Diese zwei Phasen sind sehr deutlich zu spüren. Anfangs schwebt Nick Murphys Stimme über sirenenhaften Synthies hinfort und die Beats begleiten uns bis zum fließenden Übergang zu einer Piano-Ballade, welche für mich beim ersten Hören vollkommen unerwartet ertönte. Nach diesem achtminütigen Ausflug war ich erstmal baff und musste es mir noch gefühlte zehn Mal anhören. Nach dem ersten Hören hätte ich nicht gedacht, dass es mich dann doch irgendwann so mitreißen könnte.

Seinen Namenswechsel begründete der Australier im Übrigen mit: “there’s an evolution happening”. Da sind wir doch mehr als erwartungsvoll gestimmt, wenn es um das nächste Album geht, für welches „Stop Me (Stop You)“ als Lead-Single verstanden werden soll. Dem Album wird unter diesen Voraussetzungen höchstwahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, als der 2015 erschienenen Zusammenarbeit „Work“ mit Marcus Marr, welche vier Songs beinhaltet.

Auf der im Januar veröffentlichten Platte „Migration“ von Bonobo ist der 7,5 minütige Feature-Track „No Reason“ zu finden, welchen Nicks Stimme wunderbar abrundet und für mich einen der stärksten Tracks der Platte darstellt.

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Hoffen wir, dass ihm in zwei Jahren nicht bewusst wird, dass er doch lieber der Vollständigkeit halber Nicholas James Murphy genannt werden möchte. Ach was soll´s – auch das würden wir Chet…Nick…oder Nicholas verzeihen. Oder?

Im Interview bei NME nimmt er Stellung zu seinem Namenswechsel.

Der neue Nick



Inken
Wer?

Ich zeichne und gestalte gerne Dinge & Räume um, stöbere gerne rum, sei es in der Natur, Städten, auf Flohmärkten oder in Gesprächen. Außer Musik mag ich unter anderem Katzen, Kunst und Knuspermüsli. Ich höre Musik von Foals, Cage the Elephant, Abby, Django Django, Life in Film, Kurt Vile, Tame Impala, Balthazar, Say Yes Dog, Acollective, Xul Zolar, Talking to Turtles, Martin Kohlstedt, Talisco, Charity Children, Kasabian, Beatsteaks, Chet Faker, Deerhunter, Bonaparte, uvm.


'Alles neu oder wie? – Kapitel 1: Nick Murphy fka Chet Faker' ist bisher ohne Senf.

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