Neue Musik Herbst 2017

Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im Oktober + November

Es ist wieder soweit, alle sind fleißig, diesen Herbst gibt es wieder so viele gute, neue Veröffentlichungen. Hier habe ich eine kleine Auswahl für euch zusammen gestellt. Was ihr sonst noch in meinem Plattenschrank findet, seht ihr hier.

Auswahl: Jenny Gottstein

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Oktober

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Weaves – Wide Open

Ein Tipp meines Plattenladenmannes des Vertrauens: die kanadischen Weaves wirren zwischen Lo-Fi-Pop und crunchigem Rock. Innerhalb eines Jahres haben sie ihr Debütalbum aufgenommen, waren auf Tour und haben den wichtigsten kanadischen Musikpreise abgeräumt. Und dann legen sie mit diesem Kracheralbum nach! Nicht schlecht!

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„Walkaway“:

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Robot – Vedgdbol

Der britische Produzent und Musiker hat bereits mit den Babyshambles zuammen gearbeitet und veröffentlicht nun nach dem Album „33(.3)“ am Anfang des Jahres sein Album „Vedgdbol“. Mit an Board dafür hat er sich Knox Chandler (Psychedelic Fours uvm.) und Michael Fromme (Pretty Merry K) geholt. Ein erfrischend abwechslungsreiches Album! Seine Record Release Party hat er übrigens mit Jesper Munk und Lary gefeiert.

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„Anybody Else (But You)“:

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BRNS – Sugar High

Das belgische Quartett schwirrt noch ein bisschen unter der Oberfläche, bietet aber mit dem mittlerweile zweiten Album großartigen Indie-Rock, der ab und zu ein bisschen frickeliger wird, aber unfassbar viel Spaß macht. Mit Shoegaze-Elementen, einer Prise Post-Rock und dabei trotzdem pragmatisch – fantastisch!

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„Encounter“:

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The White Buffallo – Darkest Darks, Lightest Light

Klingt nach Country, ist es auch ein bisschen. Das Album vereint viele Einflüsse aus Blues, Folk und Rock’n’Roll – und das ist erst das Debüt! Jakob A. Smith heißt der Künstler mit bürgerlichem Namen und seine Stimme könntet ihr bereits kennen: er säuselt „There Is A House In Charming Town“ beim Soundtrack von „Sons of Anarchy“.

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„The Observatory“:

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Tourdaten The White Buffallo 2018:
23.04.18 Köln, Gloria
24.04.18 Hamburg, Übel & Gefährlich
25.04.18 Berlin, Huxleys

 

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And So I Watch You From Afar – The Endless Shimmering

Die Nordiren aus Belfast geben sich auch auf ihrem neuen Longplayer alle Mühe möglichst ausgeklügelte, verschachtelte Songs zu veröffentlichen und das gelingt. Es bleibt dabei aber fesselnd und wird nicht anstrengend, obwohl keinerlei Gesang auftaucht. Vielleicht sind ASIWYFA immer noch nischig unterwegs, aber dafür werden sie von Platte zu Platte besser!

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„A Slow Unfolding of Wings“:

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NOVEMBER

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Sampa The Great – Birds And The BEE9

Das neue Album von Sampa The Great ist recht düster geworden, vereint aber vielerlei Stilrichtungen in ihren Sounds: da ist eine Jazz-Orgel, Holzbläser_innen, Gospelchöre, immer mal wieder ein bisschen Trip-Hop dabei und dicke Basslinien. Dazu rappt Sampa Tambo über die Natur, Freiheit, Selbstfindung, Kultur und ihren Weg von Afrika nach Australien. Tolles Album!

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„Rhymes To The East“:

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Autobahn – The Moral Crossing

Zorniger Postpunk mit Synthies und ein bisschen Gothic, das machen Autobahn, eine Band aus Leeds. Ein sehr energiegeladenes, teilweise wütendes Album, das teilweise ein bisschen zu sehr davoneilt, aber insgesamt sehr spannend und endlich mal wieder etwas erfrischendes, das aus der Postpunkecke kommt.

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„The Moral Crossing“:

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Tourdaten Autobahn 2018:
12.02.18 Hamburg, Molotow
12.02.18 Hannover, Glocksee
15.02.18 Berlin, Monarch
16.02.18 Freiburg, Swamp
23.02.18 Oberhausen, Druckluft

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Manfred Groove – Blumen aus Wachs

Allein der Albumtitel ist schon der Kracher mit einem kleinen Seitenhieb zu den Palmen aus Plastik, bietet aber genau den bissigen Humor wie der Vorgänger auch schon, unterlegt mit dicken Beats und guten Wortspielen. Oldschooliger HipHop mit topaktuellen Referenzen und ein bisschen Selbstironie – macht Bock! Wer die Möglichkeit hat demnächst: unbedingt live gucken! (Übrigens sind das die Typen, die auch die Literal Videos machen, zum Wegschmeißen!)

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„Runner‘s High (feat. Bottom Lip)“:

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Literal Video zu „Columbo“ von Wanda:

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Electric Eye – From The Poisnonous Tree

Das neue Album der Norweger schließt lückenlos zum Vorgänger auf und klingt dabei noch psychedelischer – fast ein bisschen Retro. Auf jeden Fall aber rundum gelungen mit mitreißenden Songs, schönem Cover und jede Menge guter Laune!

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„Sometimes You Got To Jump To Lift Your Feet“:

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Karl Blau – Out Her Space

Der aus Washington kommende Singer/Songwriter ist bereits seit den 90er Jahren aktiv und seither ein echter Macher. Er hat weder Tourmanager_in noch Bookinassistent_in, er machst alles selbst und experimentiert mit jedem Album neu. Er lässt diverse Stile einfließen, wie Afrobeat, Jazz und Indierock und legt dabei wenig Wert auf Konventionalität.

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„Fallin Rain“:

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(Wieder)entdeckt

 

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Death by Unga Bunga

Die norwegischen Indie-Rocker haben bereits vier Alben auf dem Buckel, es wird mal wieder Zeit für was Neues. Vor kurzem erst haben sie eine Doppelsingle veröffentlicht „Bye Bye / Into The Night“, vielleicht ein gutes Zeichen, dass das Warten bald ein Ende hat. Jedenfalls macht das Quintett ordentlich Laune mit leicht schrabbeligen Gitarren und ein bisschen Retrosound.

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„Fight!“:

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E^St

Superjung und supertalentiert ist die gerade mal 19-jährige Australierin. Gerade hat sie ihre erste Single veröffentlicht, im nächsten Jahr soll ihr Debütalbum auf den Markt kommen. Bisher wabert sie noch zwischen Pop, Electronica, Trip-Hop und R’n’B, ob sie sich für eine Linie entscheidet oder bei ihrem gut funktionierenden Sound bleibt, werden wir wohl in einigen Monaten herausfinden können!

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HI! Spencer

Derzeit in ganz Deutschland unterwegs: HI! Spencer aus Osnabrück. Der neueste Zugang bei UncleM veröffentlicht mit „Richtung Norden“ eine hymnische Indie-Punk-Single, die recht poppig daherkommt, aber vor allem durch die raue Stimme von Sänger Sven Bensmann heraussticht. Letzter Release war die EP „In den Wolken“ im letzten Herbst, wird also wieder Zeit für etwas Neues, Jungs!

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„Richtung Norden“:

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Tourdaten HI! Spencer:
16.12.17 Hannover, Cafe Glocksee
12.01.18 Oberhausen, Druckluft

 



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


'Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im Oktober + November' ist bisher ohne Senf.

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