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Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im Juli

Okay, okay, ich habe eure Kritik erhört und beschäftige mich nun etwas schneller mit den neuen, hörenswerten Alben im Juli. Vom Sommerloch ist allerdings nichts zu merken, ich komme mit dem Hören kaum noch nach. Hier aber nun eine Auswahl. Dabei sind wie immer alle möglichen Genres – alles, was gefällt eben.

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Sapient – „Fool For Gold“ EP

Der US-amerikanische Rapper Sapient war letztes Jahr noch mit Timi Hendrix unterwegs und legt nun sein bisher bestes Werk in Form einer EP vor. Er ist sowas wie ein Multitalent und DIY-Wunder: die Single „L.I.E.“ (bedeutet hier „life is easy“) hat er selbst geschrieben, produziert, aufgenommen, gemixt und gemastert. Und weil das nicht reicht, hat er das Cover auch noch kreiert. Mit der EP beweist der Rapper aus Portland aber, dass er sich auf seiner mittlerweile fünften Veröffentlichung nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch weiterentwickelt hat.

Die EP kann man sich bei Bandcamp schon mal anhören.

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Nao – „For All We Know“

Nao hat mich bereits im April live mit ihrer Euphorie und ihrem Charme verzaubert, nun ist ihr Debütalbum „For All We Know“ veröffentlicht worden. Mit einem komplexen Mix aus Retro und Modern ist ihr Erstlingswerk ein Hoffnungsschimmer am Alternative R’n’B-Himmel. Dafür hat sie sich ja auch zwei Jahre Zeit gelassen, wenn sie auch mit zwei EPs die Wartezeit verkürzt hat. Die sind übrigens auch hörenswert!

Nao live
16.11.16 Hamburg, Knust
17.11.16 Berlin, Berghain Kantine

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Blossoms – „Blossoms“

Mit dem selbstbetitelten Debüt steigen die jungen Engländer von Blossoms in eine Zeitmaschine. Zwischen Synth- und Britpop bewegen sie sich vor allem im 80es Sound und hinterlassen ein Fragezeichen auf dem Gesicht, wenn man sich die fünfköpfige Band anschaut: blutjung, aber mit wallender Mähne. Das passt dann jedoch, hört man sich die 12 Tracks auf dem Album an, denn der Sound fängt das Lebensgefühl längst vergangener Zeiten wieder ein.

Komplettes Blossoms Konzert live bei Arte. 

Blossoms live
21.-24.09.16 Hamburg, Reeperbahnfestival
14.11.16 München, Backstage
18.11.16 Hamburg, Docks
19.11.16 Berlin, Astra Kulturhaus

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Snoop Dogg – „Coolaid“

Irgendwie schlug dieses Album nicht wirklich auf, warum auch immer. Snoop Dogg haut mal wieder ein Album raus mit dicken Features, unter anderem mit Wiz Khalifa. Auch wenn er sich inhaltlich wohl ein bisschen an die alten Zeiten erinnert und so kommt es ein wenig altmodisch daher, dafür bleiben die Beats aber auch oldschoolig. Snoop geht ja schon seit einiger Zeit einen eigenwilligen, wenn auch fragwürdigen Weg. Nachdem er zu Weihnachten Socken designed hat, nun bei einer Kochshow mitmacht und auf seinem letzten Album kaum noch rappte, sondern mehr groovte, kehrt er mit diesem Album zurück zur guten alten Zeit – und das seit Doggumentary (2011).

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Von Wegen Lisbeth – „Grande“

Die Berliner Jungs von Von Wegen Lisbeth machen eigentlich recht unbeschwerten Indie-Pop, wobei sie ursprünglich mit Punk starteten in den frühen Nullerjahren und auch die kratzigen Gitarren nicht ganz weglassen können. Nun könnte man sagen, diese aufstrebenden Berliner Bands gibt es wie Sand am Meer, diese hier aber kann besonders gute Lyrics schreiben. Mit zynischen Alltagsbeschreibungen und frech-frischen Zeilen kann sich das Album doch sehen lassen.

„Grande“-Tour
16.09.16 Rostock, Helgas Stadtpalast
17.09.16 Berlin, Lido
22.09.16 Kiel, Nachttheater
23.09.16 Hamburg, Reeperbahn Festival
24.09.16 Münster, Gleis 22
26.09.16 Köln, Gebäude 9
28.09.16 Essen, Zeche Carl
29.09.16 Bremen, Lagerhaus
30.09.16 Hannover, Lux
06.10.16 Braunschweig, Eule
07.10.16 Leipzig, Werk2 Halle D
08.10.16 Dresden, Puschkin
10.10.16 Innsbruck (AT), Weekender
11.10.16 Wien (AT), Chelsea
12.10.16 München, Ampere
14.10.16 Freiburg, Jazzhaus
15.10.16 Zürich (CH), Exil
19.10.16 Stuttgart, Keller Klub
20.10.16 Frankfurt am Main, Das Bett
21.10.16 Aachen, Musikbunker
22.10.16 Saarbrücken, kleiner Club
24.10.16 Düsseldorf, Zakk

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Neues Altes wiederentdeckt

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Airwolf

Eigentlich ist der Australier schon eine ganze Weile mit seiner Musik am Start, aber sein größtes Hobby ist das Ablichten von der Partyszene Melbournes. So gibt es zu diesem Künstler leider momentan nicht wirklich viel mehr zu erzählen, seine Musik lohnt sich dafür umso mehr!

Horrorshow

Weiter geht’s mit Australiern, aber an die Ostküste nach Sydney. Es gibt bereits drei Studioalben des Duos und in Down Under sind sie auch schon Stars. Ein weiteres Album ist für 2017 angekündigt, die erste Single gibt’s auch schon. Aber es lohnt sich auch die älteren Songs reinzuziehen, ganz besonders das „Like A Version“-Cover, das bei dem australischen Sender Triple J vorgestellt wurde: Horrorshow stellen mit einem Cover von A Tribe Called Quest und Lou Reed.
„Like A Version“ – Cover

Neue Single “If You Know What I Mean”

Lot. 12

Das Alternative-Pop-Trio aus Auckland (Neuseeland) hat jüngst eine fünf Track starke EP „Medication Music“ veröffentlicht. Die noch sehr junge Band hält sich ansonsten mit Infos bedeckt, steigt aber mit so gutem Pop erst mal gut ins Geschäft ein. Hoffentlich kommt da bald mehr!

Weitere Tourdaten findet Ihr auf unserer Tourdaten-Seite.



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall.
Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


'Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im Juli' ist bisher ohne Senf.

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