MITMUSSMUSIK Mischmasch

Musik, die mit muss #19 | Mischmasch

Der Herbst lauert schon in den kühler werdenen Abenden, aber noch haben wir wundervolle Sommertage vor uns, die wir bis in’s Letzte auskosten sollten. Um das Gefühl von lauen Sommernächten zu behalten oder wieder zu beleben, empfehle ich das Hören dieser vier Lieder.

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Iron & Wine – Beneath The Balcony

Das Hauptmerkmal dieses Liedes ist das einminütige Banjosolo und Sam Beams nahezu monotone Stimme, die uns eine religiös anmutende Geschichte erzählt. Trotz der eher pessimistischen Lyrics erzeugt dieses Lied für mich vor allem Assoziationen zu Blättern im Wind, Insekten, die über die Wiese sirren, Spiel von Schatten und Sonne. Am besten hört es sich auf dem Balkon, mit einem Wein und einer guten Freundin, die so vertraut ist, dass man nicht mehr reden muss.

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Whitney – Dave’s Song

Um in die richtige Sommernachstsstimmung zu kommen, könntet ihr euch eigentlich einfach das komplette Album von Whitney anhören. Die Kanadier sind deshalb derzeit meine absolute Lieblingsband. Als ich vor ein paar Monaten auf ihrem Konzert im ://aboutblank war, hatte ich direkt das Gefühl eine Zeitreise in die 70er Jahre gemacht zu haben, in eine Zeit, in der Neil Young noch kleine Konzerte gegeben hat und Menschen sich durch das Tragen langer Haare verbunden fühlen konnten. Damit hat mir Whitney einen lang ersehnten Traum erfüllt.
Dieses Video ist die, wie ich finde, beste aufgenommene Live Performance von einem der besten Lieder auf ihrem Album „Light Upon The Lake“.

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Do Make Say Think – A Tender History In Rust

Auf diese kanadische Band bin ich erst dieses Jahr gestoßen, auch wenn ihre besten Alben schon etwas älter sind. Do Make Say Think machen klassischen Postrock mit Liedern, die sich über das ganze Album hinweg ineinader weiter entwickeln. Mein Lieblingsalbum ist eigentlich „Goodbye Enemy Airship The Landlord Is Dead“, weil ich hier das Gesamtkonzept stimmiger finde.

„A Tender History In Rust“ ist aber vom gleichnamigen Album und für mich der Inbegriff von Unbeschwertheit und muss unbedingt auf die Laue-Sommernachts-Liste. Dass die Band im Video mitten auf einer Wiese spielt, macht es noch passender.

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The Bamboos – The Wilhelm Scream

The Bamboos sind eine Funk Band aus Australien und machen seit 2000 Musik. Für dieses James Blake Cover haben sie sich mit der Sängerin Megan Washington zusammen getan und eine kaum wieder zu erkennende Version des Originals aufgenommen. Kreative Cover sind eh mein Ding und dieses Lied klingt wie sich ein Sonnenuntergang oder eine Autofahrt mit Freund_innen durch Brandenburgs Felder anfühlt.

Ihr wollt mehr? Mehr Musik, die mit muss? Schaut in unsere Rubrik „MITMUSSMUSIK“.



Maria
Wer?

Musikalisch geprägt wurde ich von der Gitarre meines Vaters. Sie ist rot und hat keinen Namen. Mein Vater hat mit ihr Lieder von Neil Young gespielt. Wenn er selber gerade nicht spielen konnte, hörten wir seine Mixtapes auf langen Autofahrten nach Frankreich mit Musik von Tori Amos, Fiona Apple und Portishead. Wir waren immer das Auto, das mit runter gelassenen Fenstern durch die hügeligen Landschaften der Provence fuhren und die Lavendelfelder beschallten. Heute höre ich alles, was mich aus mitunter nicht nachvollziehbaren Gründen daran erinnert: Sufjan Stevens, Wolf Larsen, Feist, Whitney, Do Make Say Think, Agnes Obel, Alela Diane etc.


'Musik, die mit muss #19 | Mischmasch' has 1 comment

  1. Angela

    14. September 2016 @ 18:49 Angela

    Schöne Auswahl! Das James Blake Cover gefällt mir richtig gut!!


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