Mura Masa Konzert Berlin Pressebild

Zwischen Pop, Hip Hop, London und Asien: Mura Masa | Konzert im Oktober in Berlin

Text: Julia Silko | Beitragsbild: Pressefoto Melt! Booking

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Von der Schulbank zu Stormzy

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Mura Masa’s bisheriger Werdegang passt so sehr auf das Phänomen der „Bedroom Producer“ der letzten Jahre, dass man schon fast hinterfragen möchte, ob er sich mit weiteren Protagonisten der Gattung wie Robin Schulz oder Felix Jaehn abgesprochen hat. Der 21-jährige mauserte sich während seiner Schulzeit zu einem begnadeten Multiinstrumentalisten, bis er, und hier kommt der altbekannte Twist, die DAW Ableton Live für sich entdeckte und anfing ein bisschen damit „herumzuspielen“. Wie das manchmal so ist, entwickelte sich das Ganze per Soundcloud so schnell als Selbstläufer, dass er, ohne genau zu wissen wie, plötzlich mit Grime-Boy Stormzy zusammenarbeiten durfte. Seither ist ein bisschen Zeit vergangen und Masa, der eigentlich Alex Crossan heißt, nahm die Gelegenheit wahr, seine Schulzeit und Heimat mit einem Umzug nach London hinter sich zu lassen und sein erstes, im Juli 2017 erschienenes Album „Mura Masa“ zu veröffentlichen.

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Aus dem Herzen Londons

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Auf diesem betrachtet Crossan alle Aspekte, die ihm durch seinen Umzug in die Weltmetropole so begegnen: Das Unbehagen, so jung und so weit weg von zuhause zu sein, die Hektik seiner neuen Heimat, die Menschenmengen, in denen man sich verlieren kann, die verschiedenen Subkulturen, die im Herzen Londons so nebeneinanderher leben.

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Ob Pop, Funk, RnB, Hiphop oder Dubstep – Mura Masa wirft die Genres nur so durch die Gegend. Dennoch gelingt ihm, woran viele Eintags-Producer-Fliegen scheitern: Mit Behutsamkeit lässt er ihre Spezifika bestehen, lässt sich auf sie ein und vermischt sie solange, bis seine eigenwilligen Kreationen nicht nur faszinierend anzuhören, sondern auch unfassbar tanzbar sind.

Bestes Beispiel dafür ist der Track „Blu“ in Kollaboration mit Blur/Gorillaz-Frontmann Damon Albarn. In dieser Ballade kommt es zu einer feinen Melange aus Albarn’s typisch verträumter Traurigkeit und Crossan’s leicht asiatisch angehauchten Klängen. Ein Song, der einen mit besonderer Dynamik sofort in seinen Bann zieht und erahnen lässt, dass der junge Produzent seinen Konkurrent_innen vor allem durch müheloses Empathievermögen voraus ist.

So schlawendert Crossan sich momentan von dem einen zu dem anderen Auftritt, ist so bekannt, dass Pitchfork sein Album rezensiert und so unbekannt, dass er noch die kleineren Venues bespielt.

 

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Mura Masa Konzert in Berlin

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Ob der gute Herr live also halten kann, was er auf Platte verspricht, kann man am 30. Oktober 2017 bei seinem vorerst einzigen Deutschlandkonzert im Huxleys Neue Welt in Berlin herausfinden. Natürlich könnt ihr in meinem Konzertbericht dann hier davon erfahren.

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Julia
Wer?

Musik ist für mich Enthusiasmus und Eskapismus, meine erste Liebe, schwierig, eigensinnig, Lebenssinn und überlebenswichtig, krass und manchmal ätzend. Ein bisschen wie das Lametta auf dem Tannenbaum, das Frettchen im Bällebad und das Kokos am Raffaelo. Mit Ohren voller Skepsis friste ich ein Dasein zwischen Hiphop, RnB, Bluesrock und Pop. Wenn ich mich nicht gerade mit Musik aufhalte, darüber schreibe oder lästere, bin ich mit Studieren, Lesen oder Sport beschäftigt.


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