Luisa Babarro Hausbesuch MUSIKMUSSMIT Interview Foto Stephan Noë

Zu Besuch bei: Luisa Babarro in Neukölln | Interview

Eine Melone, Kaffee und ein Cello

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Text und Interview: Angela | Fotos: Stephan Noë

Vor gar nicht allzu langer Zeit war die Zeit reif für einen weiteren Hausbesuch. Die junge Cellistin Luisa Babarro hat im Mai ein neues Video zu ihrem Song „Nie gesagt“ veröffentlicht, das wir Euch – neben der Künstlerin selbst – vorstellen möchten. Entstanden ist das Video im Stadtbad Steglitz, am Bass ist Philipp Martin zu sehen und zu hören, gefilmt wurde es von Arthur Brell.

Nachdem wir mit Melone und Kaffee versorgt wurden, über ihr neues Album, das derzeit in Arbeit ist und ihren Weg als Solo-Künstlerin geplauscht hatten, kamen wir in den Genuss einer kleinen privaten Live-Session. Zwischen all den Indie-Elektro-Pop Bands, die derzeit für Furore sorgen, bringen Luisa und ihr Cello Abwechslung in die Musiklandschaft. Uns freut es natürlich sehr, Euch die Künstlerin – die bei Philipp Poisel das Cello spielt – etwas genauer vorstellen zu dürfen. Nach unserem Treffen habe ich ihr ein paar Fragen zukommen lassen, die Antworten gibt es hier zu lesen.

Luisa wird im Oktober 2016 als Support für Alin Coen Band zu sehen sein. Vielleicht habt Ihr sie ja aber schon anderswo live erlebt? Z.B. beim alínæ lumr Festival oder beim Jenseits von Millionen Festival. Tourdaten 2017 findet Ihr am Ende des Artikels.

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INTERVIEW MIT LUISA BABARRO

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Hallo Luisa, stell Dich bitte unseren Leser_innen vor – wer bist Du, wo kommst Du her?
Mein Name ist Luisa Babarro (24), ich bin in Stuttgart aufgewachsen, wohne aber seit einiger Zeit in Berlin. Beim Popkurs in Hamburg habe ich angefangen meine eigenen Lieder zu schreiben und mich mit dem Cello zu begleiten. Seitdem sind immer mehr Lieder dazugekommen und die Band wächst.

Mit wie viel Jahren hattest Du das erste Mal ein Cello in der Hand bzw. im Arm?
Meistens fängt man sehr früh an und so war es auch bei mir. Mit 5 Jahren hatte ich ein mini kleines Cello und habe es geliebt darauf zu spielen.

Du sagest, dass Du Cello studiert hast, wann und wie hast Du die Lust am Singen entdeckt?
Während meinem Cellostudium wurde ich eingeladen, um für die Tour von Philipp Poisel vorzuspielen. Mit meinem Quartett waren wir dann auf der Tour dabei und haben diese ganz neue Welt entdeckt. Es hat aber noch zwei Jahre gedauert, bis ich selbst etwas schreiben wollte. Vor allem musste ich auch meine Stimme und meinen eigenen Klang finden. Es war dann aber so überraschend befriedigend, selbst zu singen und Erfahrungen in der Musik zu verarbeiten. Es war mir klar, dass ich das machen will.

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Vor zwei Wochen ist das neue Video zu „Augen zu“ erschienen:

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Du bist derzeit viel mit Deinem Quartett unterwegs und arbeitest nebenbei noch an Studioaufnahmen. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?
Ach, zur Zeit geht das sehr gut. Mit dem Quartett, das auch bei Philipp dabei ist, spielen wir verschiedene Studioalben ein und spielen viel Kammermusik. Die Abwechslung ist glaube ich sehr wichtig.

Luisa Babarro Hausbesuch MUSIKMUSSMIT Interview Foto Stephan Noë

Luisa Babarro

Du hast uns verraten, dass Du an Deinem Debütalbum arbeitest. Wann dürfen wir damit rechnen und was wird uns darauf erwarten – wird es neben Dir und dem Cello noch andere Instrumente zu hören geben?
Ich bin erst einmal total froh in Frank Pilsl einen fantastischen Produzenten gefunden zu haben. In den nächsten Monaten gehen wir wieder in Studio, aber wie lange es dauern wird, kann ich schwer sagen. Wir wollen uns soviel Zeit nehmen, wie wir brauchen. Es wäre schön, nächstes Jahr im Sommer zu veröffentlichen, aber man weiß nie, was passiert. Es wird auf jeden Fall kein rein akustisches Album, sondern geht eher in eine Pop Richtung.

Wann schreibst Du an Deinen Liedern? Wachst Du mit einer Melodie im Kopf auf oder setzt Du Dich hin und probierst so lange herum, bis eine grobe Idee steht?
Meistens fällt mir ein Satz oder gleich eine Strophe auf einmal ein und wenn es hängen bleibt und mich für ein paar Tage begleitet, weiß ich, dass ich daran weiterarbeiten sollte. Ich setze mich aber selten gezielt hin, um etwas zu schreiben. Das Gefühl muss groß und intensiv genug sein, damit ich mich damit beschäftige. Manchmal spiele ich aber auch einfach Akkorde auf dem Cello und bleibe dann bei bestimmten Klängen hängen, bei denen ich eine Art Gänsehaut bekomme. Es ist immer ganz unterschiedlich.

Wann und wo können wir Dich das nächste Mal auf einer Bühne live erleben?
Ich war bereits beim „Jenseits von Millionen“ Festival und beim „Alina Lumr“ Festival zu hören. Im Herbst eröffne ich zwei Konzerte für die Alin Coen Band in Stuttgart und Heidelberg.

Du meintest, Du hörst nicht viel Musik. Magst Du uns dennoch fünf Alben nennen, die Dich prägten bzw. die Du uns empfehlen würdest?
Ja, das stimmt. Meistens höre ich Podcasts, aber es gibt ein paar Alben, die immer auf meinem Handy sind und nicht fehlen dürfen.

Damien Rice – My Favorite Faded Fantasy
Agnes Obel – Aventine
Chet Faker – Built on Glass
Youth Lagoon – The Year of Hibernation
Ben Howard – Every Kingdom

Luisa Barbarro Konzerte 2017
11.04.17 König Pilsener Arena / Philipp Poisel / Oberhausen
04.05.17 Haldern Pop Bar
05.05.17 Die Wohngemeinschaft / Köln
08.05.17 Unter Deck / München
09.05.17 Naumann´s / Leipzig
10.05.17 Birdland / Hamburg
12.05.17 Weststadthalle Foyer / Essen
25.05.17 Musik & Frieden / Berlin
08.06.17 Schloss Kaltenberg / Geltendorf

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Angela
Wer?

Ich mag Serien (derzeit oder kürzlich auf der Mattscheibe gehabt: Narcos, House Of Cards, Bloodline, The Get Down), das Tempelhofer Feld, mein Longboard, Flughäfen, Portugal, Senf, Jogginghose, Erdnusslocken, ausschlafen, frühstücken, Euch und natürlich Musik. Ich mag auch vieles nicht - z. Bsp. Fisch, vollgestopfte U-Bahnen oder kalte Füße.


'Zu Besuch bei: Luisa Babarro in Neukölln | Interview' has 1 comment

  1. 8. September 2016 @ 14:15 LUISA BABARRO – Stephan Noë

    […] Bild entstand für MUSIKMUSSMIT. Das Interview mit Luisa Babarro gibt es hier zu […]


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