Asgeir Konzertbericht Hamburg MUSIKMUSSMIT

Konzertbericht: Ásgeir live in Hamburg

Konzert am 10. Mai 2017 im Mojo Club Hamburg | Support: Tusks
Text und Fotos: Jenny Gottstein

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Ásgeir  – schüchterner Profi in Hamburg

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Mit seinem neuen Album „Afterglow“ hat der Isländer fünf Jahre nach seinem Debüt „In The Silence“ seinen nächsten Schritt getan. Musikalisch hat er sich durchaus weiterentwickelt, packt er doch mehr elektronische Beats unter seinen Folk. Hin und wieder merkt man den isländischen Akzent bei seinen englischsprachigen Songs und man hat immer noch das Gefühl, dass er sich bei den isländisch gesungenen Liedern am wohlsten fühlt. Trotzdem ist er mit seinem neuen Album direkt mit einer englischen Version losgestürmt – beim Debüt gab es noch zuerst die isländische Version (absolut empfehlenswert!). Mit dem Nachfolger ist er nun auf Tour und war auch im Hamburger Mojo Club zu Besuch.

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Finde dein Mojo in Hamburg

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Das Konzert war ausverkauft, die Location perfekt gewählt. Der Mojo Club ist ein stylischer, unterirdischer Club, der mit glanzloser Pracht strahlt: Rohbauwände, eine große Galerie, von der aus man die Konzerte wunderbar von oben beurteilen kann. Auch die Lichteffekte haben bei ihrer farblichen Untermalung bisher nicht enttäuscht. Und dann kam Ásgeir, der mit seiner melancholischen Musik sehr gut in das Gesamtkonzept der Venue passt.

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Wenig reden, mehr Musik!

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Ásgeir live im Mojo Club Hamburg

Sein zauberhafter Support Tusks brachte die Besucher_innen bereits in die passende Stimmung für Ásgeirs Performance. Sie konnte durchaus überzeugen, auch wenn es zwischenzeitlich etwas einseitig wurde. Nach ihrer kurzen Show kam dann Ásgeir und stieg ohne Einleitung in das Konzert ein. Er gibt direkt einen „Klassiker“ vom alten Album zum Besten und schließt dann mit einem neuen Song auf. Dann erst beginnt er sich vorzustellen. Mit einem kurzen „Thank you, thank you so much, I am Ásgeir“ unterbricht er kurz und zaghaft die musikalische Darbietung, um direkt wieder weiterzuspielen. Als ich ihn vor 2 Jahren zum ersten Mal live gesehen habe, war er auch sehr schüchtern und zurückhaltend auf der Bühne – das ist einerseits sehr sympathisch, da es einfach zu ihm passt und man ihm abnimmt, dass Ásgeir er selbst bleibt, andererseits jedoch wünscht man sich ab und zu, an die Hand genommen zu werden und eine Anekdote oder wenigstens etwas anderes zu hören als „Thank you“.

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Perfektion in musikalischer Form

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Von der Songauswahl her war das Konzert gut durchdacht: immer wieder kamen alte Songs, die teilweise auch neu vorgestellt wurden mit dicken Synthies oder mal in akustischer Version. Die neue Platte hat er auch wunderbar repräsentiert und die Menge konnte zumindest bei der Single auch ein wenig mitsummen. Die Songs von „In The Silence“ jedoch kamen immer noch am besten an und wurden lautstark bejubelt. Als „King and Cross“ angespielt wurde, benötigten die Fans keine 3 Sekunden, um in Jubel auszubrechen, genau so bei „Torrent“. Und so bleibt es ein wirklich schönes Konzert, auch wenn der Künstler sich für meinen Geschmack zu zurückhaltend gibt. Das Repertoire hat er superprofessionell drauf und es gibt keinen Fehler – fast schon zu perfekt, um wahr zu sein!

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Hörproben bekommt ihr hier in meinem Vorbericht.



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


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