Hausbesuch bei Lisa Kudoke in Berlin MUSIKMUSSMIT Foto Stephan Noe

Zu Besuch bei: Lisa Kudoke in Kreuzberg | Interview + Videosession

Meine Musik ist instinktiv und ungeschliffen, ich fange gerade erst an und es gibt viel zu tun.

Text und Interview: Katharina Blum | Fotos und Video: Stephan Noë

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Über eine absurde Liebe zu Neonfarben, orthopädische Schuheinlagen und Klaus Kinski

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An einem dreckigen Schmuddelwettertag im Januar besuchen wir Lisa Kudoke. Die Sängerin aus Kiel empfängt uns herzlich in ihrer Wohnung in Kreuzberg. Die Küche ist klein und gemütlich, Blick auf Wolken, die Neubauten um den Kotti und die U1.

Wir quatschen ein wenig über wesentliche Dinge des Lebens; eine absurde Liebe zu Neonfarben, orthopädische Schuheinlagen und Klaus Kinski. Aber natürlich auch über Lisa und ihre Musik. Die gelernte Schauspielerin schreibt, singt und spielt ihre Songs komplett selbst. Wenn es um Aufnahmen oder Auftritte geht, holt sie sich aber auch mal Freund_innen mit ins Boot.

Ihre Musik hat etwas träumerisches und auch immer ein wenig Sehnsucht mit drin. Aber vielleicht machen das auch ihre Videos, die sie zusammen mit Mariana Jocic, Visual Artist und gute Freundin produziert. Zumindest gehen sie mit der Musik einher und erzählen Lisas Geschichten mit viel Melodie, Licht und Schatten und – im neusten Video – dem Meer. Ihr Song „The Far“ hat es in die Fritz Radioplaylist geschafft und auch sonst sind ihre Töne vielversprechend.

Neben Kräutertee wird uns außerdem eine Live-Session mit ihrem Lied „Cantar“ serviert. Damit hat Lisa uns schon mal ein bisschen Sonne in den Tag gebracht. Und Stephan hat das für euch mitgeschnitten.

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Wer Lust bekommen hat, diese schöne Stimme live zu hören, sollte am 03. März 2017 um 20 Uhr im kleinen Kino in der Z Bar in Berlin Mitte vorbeikommen!

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Interview mit Lisa Kudoke

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Die Fragen hat Lisa uns dann noch schriftlich beantwortet:

Du kommst ursprünglich aus dem Schauspiel. Hast du darüber auch deine Leidenschaft zum Singen entdeckt, oder war diese schon immer da?
Die war überhaupt zuerst da.

Was ist das Singen für dich?
Es macht mich glücklich. Das Singen und Musikmachen bedeutet für mich auch Gesundheit und ist die Verbindung vieler kreativer Tätigkeiten. Für jede einzelne braucht man einen gewissen Grad an Gelassenheit, an Konzentration und gleichzeitig bedingen sie einander.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?
Meine Musik ist instinktiv und ungeschliffen, ich fange gerade erst an und es gibt viel zu tun.

Wie entstehen deine Songs?
Bisher kam ich hauptsächlich vom Wort. Es gibt Lieder, bei deren Entstehungsprozess ich eine Handlung, ein Verhalten auseinander nehme, um etwas zu begreifen und jene, in denen ich einfach davon erzähle, dass etwas schön ist. Wenn mich etwas beschäftigt, höre ich zu und sammle meine Gedanken, es entstehen meist ein paar Zeilen oder ein Gedicht zu dem ich dann Musik finde. Manchmal finde ich nur Worte, manchmal nur Musik, die einander zu einem späteren Zeitpunkt abholen.

Hausbesuch bei Lisa Kudoke in Berlin MUSIKMUSSMIT Foto Stephan Noe

Gibt es für dich eine bestimmte Inspirationsquelle? Oder etwas, das sich durch all deine Werke zieht?
Ja, die Natur, Bewegung also Erneuerung, Liebe, Tod, Überwindung, immer das Gleiche… Und dann eben die Kreativität selbst, die Kraft, die uns befähigt, aus Allem etwas zu machen und aus Nichts etwas zu erschaffen. Das funktioniert immer, auch wenn man bei -200 anfangen muss.

Wenn du mit einem/einer Musiker/in deiner Wahl zusammen ein Projekt starten würdest, wer wäre das und warum?
Ja, genau das ist ne sehr gute Frage, wo ist eigentlich meine Band?

Würde man dir jetzt eine Million Euro vor die Nase legen – einfach so – was würdest du als erstes damit tun?
Ja, da käme mit Sicherheit ein heftiger Lachanfall raus, danach müssten wir erstmal was essen gehen.

Möchtest du noch etwas loswerden?
Jip, ich freu mich über die zunehmende Lebendigkeit in der Musikszene hier. Es sind viele tolle neue Leute in der Stadt, das finde ich schön.

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Katharina

Als ich die Blockflöte irgendwann doof fand, wollte ich lieber Gitarre lernen. Das war cooler. Nach einigen Bandprojekten kam das durch die Welt wandern und dann ist das Musikmachen irgendwie immer mehr ein Bestandteil meiner privaten Sphäre geworden. In Berlin hängen geblieben mache ich immer irgendetwas zwischen Studium, das Leben genießen, irgendwo im Musikbereich arbeiten, tanzen. Viel Musik halt. Aber ich bin auch viel unterwegs, betätige mich gern sportlich oder kulinarisch. Und ich steh auf Milchreis.


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