Glass Animals Pressefoto

Glass Animals im April für drei Shows in Deutschland

Foto: Pressefoto Melt! Booking

Bunt, Bunter, Glass Animals

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(Beitrag aktualisiert im Januar 2017)

Kurzer Abriss: Die Glass Animals sind eine Band aus der britischen Stadt Oxford, welche sich im Jahr 2012 gründete und deren Sound sich besser schlecht als recht einem bestimmten Genre zuordnen lässt. Gäbe es das Genre „Bunt“, so würden sie wohl diesem angehören. Da scheint es selbstverständlich, dass sie auf ihrer Facebook-Seite „no“ zu dem Punkt Genre angeben.
Vor zwei Jahren veröffentlichten sie ihr Debütalbum „ZABA“, welches ich im Folgenden mit dem diesjährig im August erschienen Album vergleichen möchte.

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Vom Dschungel zu Schicksalsgeschichten

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Auf der Platte „ZABA“ vereinen sich Trip-Hop und Rock, alles scheint langsamer und düsterer als auf der neuen Scheibe „How To Be A Human Being“. Gerne werden sie nach Veröffentlichung von „ZABA“ mit Künstlern wie Alt-J oder Wild Beasts verglichen. Die Kindergeschichte „The Zabajaba Jungle“ von William Steig liefert den Stoff für „ZABA“und die Glass Animals setzen den bedrohlich klingenden Dschungel klangtechnisch sowie bildhaft perfekt um.

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Über „How To Be A Human Being“

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Die Geschichte zu „How To Be A Human Being“ ist komplexer, spannender und ein wenig illegal, denn es handelt sich um elf Personen und deren Geschichten, die Sänger Dave Bayley ganz still und heimlich mitschnitt.
Wir schreiben das Jahr 2014: Die Briten veröffentlichen ihr erstes Album, dieses schießt beispielsweise auf Platz 12 der australischen Albumcharts (für den Geschmack der Australier_innen lege ich meine Hand ins Feuer) und es wird getourt, was das Zeug hält. Dabei schlafen sie in den unterschiedlichsten Hotels, in verschiedensten Städten, lernen unzählige Menschen kennen, alle haben so ihre Päckchen mit sich zu tragen und vertrauen Sänger Bayley die eine oder andere Geschichte an. Man sieht sich ja eh nie wieder. Alles easy, alles anonym.

So rechnet natürlich niemand der sich Anvertrauenden mit dem Mitschnitt Bayleys. Auch bekannte Personen wie Karen Carpenter, die Sängerin und Drummerin der Carpenters, sind dabei. Die von diesen Aufnahmen inspirierten Protagonisten_innen finden wir sowohl auf dem Albumcover, in den Videos, als auch in den Songs wieder. Ganz klar ist jedoch nicht, wer zu welchem Songtext gehört. Den Hörer_innen bleibt also noch ein Sahnehäubchen an Interpretationsspielraum.

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Klarinetten und Knarren

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So locker und flockig wie die Songs teilweise klingen, sind deren Texte nicht. Mit gewagten Sound-Effekten, Synthie-Riffs und einem Mix aus R´n´B, Indietronics, HipHop-Elementen, einem Touch Soul und Weltmusik gelingt es den Glass Animals Track für Track erstklassig in sich schlüssige, für sich stehende Songs und ein trotzdem zusammenhängendes ausgeklügeltes Album zu schaffen. So finden wir auf  „How To Be A Human Being“ durchaus düstere Songs wie „Pork Soda“, „Take A Slice“ oder „Mamas Gun“, welches wunderbar hypnotisierend von einer Klarinettenstimme aus einem Karen-Carpenter-Song begleitet wird und einen Einblick in die düstere Gedankenwelt eines psychisch Kranken gibt. Er oder sie ist im Besitz einer Waffe und kann sich nicht recht erinnern, ob jemand zu Schaden gekommen ist.

„The Other Side of Paradise“ handelt von dem Schicksal einer verlassenen Ehefrau (begleitet vom rhythmischen Bellen Bayleys), „Popular Street“ von dem eines Jungen, welcher von der Nachbarin verführt wird. „Season 2 Episode 3“ erzählt uns die weniger ereignisreiche Geschichte einer jungen Frau, die den ganzen Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher versinkt, kifft und Mayonnaise aus dem Glas futtert. Dabei schaut sie entweder Serien oder spielt Nintendo. Auch das Musikvideo dazu erinnert an eine Serie. Das Gezeigte wiederholt sich immer und immer wieder, episodenhaft bis ins Unendliche gehend. Musikalisch lehnt der Song an die 8-Bit-Musik eines „Super Mario“ an.

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Insgesamt finden sie sich mehr im groovenden Pop und HipHop als im damaligen Rock wieder. Doch so glatt und poppig das zweite Album produziert zu sein scheint, sind die Thematiken umso spannender. Hinzu kommt, dass manche Beats einfach nur zum Tanzen und Popo-Wackeln führen können. Nehmt Euch in Acht!

 

Nachdem die Glass Animals 2016 schon auf Tour waren, kommen sie im April wieder!

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Glass Animals Tour – Konzerte Deutschland 2017
Do., 27. Apr.17 ASTRA Kulturhaus, BERLIN
Fr., 28. Apr.17 Muffathalle, MÜNCHEN
Sa., 29. Apr.17 Gloria-Theater, KÖLN

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Diskografie
2014 – ZABA
2016 – How To Be A Human Being

Bandmitglieder
Gesang, Gitarre, Tamburin – Dave Bayley
Gitarre, Keyboard, Hintergrundgesang – Drew MacFarlane
Bass, Keyboard, Hintergrundgesang – Edmund Irwin-Singer
Schlagzeug – Joe Seaward

Für Fans von: Bilderbuch, Son Lux, Wild Beasts, Max Frost, SOHN, Alt-J, Jungle, Phantogram



Inken
Wer?

Ich zeichne und gestalte gerne Dinge & Räume um, stöbere gerne rum, sei es in der Natur, Städten, auf Flohmärkten oder in Gesprächen. Außer Musik mag ich unter anderem Katzen, Kunst und Knuspermüsli. Ich höre Musik von Foals, Cage the Elephant, Abby, Django Django, Life in Film, Kurt Vile, Tame Impala, Balthazar, Say Yes Dog, Acollective, Xul Zolar, Talking to Turtles, Martin Kohlstedt, Talisco, Charity Children, Kasabian, Beatsteaks, Chet Faker, Deerhunter, Bonaparte, uvm.


'Glass Animals im April für drei Shows in Deutschland' have 2 comments

  1. 31. Dezember 2016 @ 17:23 2016. Alben, Konzerte und Songs des Jahres | Jahresrückblick Rike

    […] Konzeptalbum über elf verschiedene Menschen, die den Indie-Boys aus Oxford nahe stehen. Feine Sache und sehr gut gelungene Experimente. „Life Itself“ ist auch ein Stimmungsmacher auf meinem Mixtape. Mehr über das Album lest ihr hier. […]

  2. 2. Januar 2017 @ 00:34 2016. Alben, Konzerte + Entdeckungen | Jahresrückblick Anne & Inken

    […] Glass Animals – How to Be a Human Being (VÖ 26.8.16) […]


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