MS Dockville Festivalbericht 2017 MUSIKMUSSMIT

Festivalbericht: MS Dockville Festival 2017 in Hamburg

Riesiges LineUp, bestes Hamburger Regenwetter und kaum Patzer! Kurz gesagt: Wat will man mehr?

MS Dockville Festival in Hamburg vom 17.08. – 20.08.2017
Text und Fotos: Isabel Zech

Pünktlich zur Gute-Laune-Musik von LaBrassBanda startete das MS DOCKVILLE im Stadtteil Wilhelmsburg in Hamburg in die elfte Runde. Während die letzten Musikfreund_innen eintrudelten, sprangen schon die Ersten auf einen der zwölf Bühnen rum oder erkundeten das Gelände auf den Docks zwischen Hafenpromenade und dem ARTVILLE Naturgelände.

Roosevelt beim MS Dockville Festivalbericht 2017 MUSIKMUSSMIT

Roosevelt

Schon am Freitagabend legte das vollgepackte LineUp mit Bands wie Mura Masa, Giant Rooks und Radical Face los. Rechtzeitig zur ersten dicken Regenwelle begeisterte auch die Australierin Tash Sultana mit ihrer Multitasking-Loop Station-Akrobatik und riss damit die komplette Masse mit. Während Von Wegen Lisbeth und Alex Vargas am späteren Abend auf den mittelgroßen Bühnen spielten, versammelte sich gefühlt das gesamte Publikum vor der Hauptbühne für den Überflieger Flume und seine epische Lightshow. Um der Masse kurz zu entfliehen, bot das Festivalgelände kleinere Nischenbühnen zwischen Bäumen, Büschen und Beats. Gleichzeitig spielten im Nest nacheinander Dirty Doering, Weisser Rabe, Oliver Schories und weitere DJs bis 8 Uhr am nächsten Morgen.

Oh Wonder beim MS Dockville Festivalbericht 2017 MUSIKMUSSMIT

Oh Wonder

Am Samstag blieb keine Zeit für ’ne Pause! Acts wie Audio88 & Yassin, Oh Wonder, Glass Animals, Gurr, King Krule, Rey&Kjavik und Oum Shatt spielten vor dem ausverkauften DOCKVILLE bei abwechselndem Regen/Sonnenschein und dreckigem Festivalmatsch. Das Feeling von einem richtigen Festival kam aber nicht bei allen so richtig auf, da ein Großteil der Besucher_innen mit Tageskarten ohne Camping täglich mit dem Busshuttle anreisten. So konnte man sich täglich zwar seine warme Dusche gönnen, bekam aber nix vom wilden Treiben des Campinggeländes mit. Das optimale Festivalfeeling auf dem Großstadtfestival kam zwischen hippen Besucher_innen in Stylo-Outfits also nicht so richtig auf, konnte jedoch vom geilen LineUp schnell wieder wettgemacht werden! Die Headliner Moderat rissen auf ihrer vorerst letzten Tour nochmal die Hauptbühne ab, für das sich das halbstündige Warten vor dem ersten Wellenbrecher allemal lohnte.

Moderat beim MS Dockville Festivalbericht 2017 MUSIKMUSSMIT

Moderat

Am Sonntag ging es etwas ruhiger zu – genau die richtige Zeit das Festivalgelände nochmal ausführlich zu erkunden. Die Bühnen waren aufgeteilt in zwei Bereiche. Die Hauptbühnen zogen sich entlang der Süderelbe auf weitläufigen Flächen mit Bier- und Essensständen und den großen Sponsoring-Zelten, darunter auch ein Werbezelt von Chanel, in dem es Lipgloss und Lutscher für Umme hab – Aha? Okay. Die kleineren Bühnen wie Butterland, Nest oder Tentakel fand man verteilt im „grünen“ Bereich des Geländes, durch das auch die Campingarea erreichbar war. Hier gab es Kunst, Kultur und Musik – dieser Bereich liegt dem Musik- und Kunstfestival besonders am Herzen und wurde mit vielen Details für´s DOCKVILLE Wochenende gebaut.

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Zwischen leckerer Handbrotzeit und Burgerständen bietet das matschig schöne Areal verschiedenste Kunst- und Lichtinstallationen von mehr als 30 Künstler_innen und auch einige Kurse zum Selbermachen an. Am Infopoint kann man sich zum stündlichen Kunstspaziergang treffen und ein bisschen mehr über die Ausstellung mit dem Thema „Oasen“ des MS ARTVILLE erfahren. Die Besucher_innen hatten sichtlich Spaß zwischen den Designerständen und Ausstellungsstücken, darunter ein riesen Spinnennetz zwischen dichten Bäumen und einem Grill aus einem umgedrehten Polizeiauto, bei dem man gegen eine Spende seine Bratwurst quasi für umsonst bekam. Auf den selbstgebauten Holzbühnen zwischen Bäumen und Büschen gab es die meiste Zeit elektronische Beats auf die Ohren. In der Nacht wurde es hier dank der vielen Lichter besonders bunt in den vielen bewachsenen Gängen zwischen den kleinen Bühnen.

MS Dockville Festivalbericht 2017 MUSIKMUSSMIT

Whale Watching

Bei einem letzten Alsterwasser und einer deftigen Portion Käsespätzle ging das Festival Sonntagabend so langsam zu Ende. Die Höchste Eisenbahn, Mighty Oaks und Palace spielten nochmal bei Sonnenschein bevor Roosevelt, SOHN und zum Abschluss AnnenMayKantereit den letzten Festivaltag auf den großen Bühnen beendeten. Für alle, die noch nicht genug hatten, ging es auf dem ARTVILLE Areal noch bis zum nächsten Morgen weiter.

Riesiges Lineup, bestes Hamburger Regenwetter und kaum Patzer! Kurz gesagt: Wat will man mehr?

Hat euch das MS DOCKVILLE auch getaugt? Wir sind gespannt auf euren Senf.

Video: aem


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Isa
Wer?

Nach jahrelanger fanatischer Fokussierung auf Punkrock und Indie-Rock kam ich irgendwann auf den Geschmack auch mal etwas anderes zu hören. Seitdem bin ich offen für Neues und Anderes, wie im Moment für HVOB, alt-J, Rampue, Local Natives, Flume, Ten Walls, KYTES, Warpaint und The Vaccines. Und wenn schon keine Musik machen, dann am besten drüber schreiben. Auf zum Festival und ran an die Tasten!


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