Entdeckungen Alben im April 2016 MUSIKMUSSMIT

Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im April

Hier stelle ich euch meine Neuentdeckungen vor, die im April veröffentlicht wurden. Dabei sind alle möglichen Genres – alles, was gefällt eben. Und sind wir ehrlich, das war wird immer besser – da muss man schon ganz genau aussortieren.

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Guts – „Eternal“

Es grenzt fast an eine Glanzleistung so lange unter dem allgemeinen HipHop-Radar so guten Instrumental HipHop zu machen. Der französische Produzent Guts tut eventuell auch sein Eigenes dazu, denn es gibt kaum Pressefotos oder Interviews von ihm, es scheint ihm also im Verborgenen zu gefallen. Jedenfalls beweist er mit seinem neuesten Werk „Eternal“, dass er schon lange im Geschäft ist und mit seinem entspannten TripHop und seinem oldschooligen, aber brillianten Beats absolut überzeugen kann.

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T der Bär – „Bienenwolf“

Mit kratzigen, derben Beats und roughen Sounds hat mich T der Bär schon seit seiner Vorab-EP vor einigen Monaten überzeugt. Man könnte es als Indie-HipHop bezeichnen, auf jeden Fall ist es aber ein einzigartiger Sound. Während Tim Sander manchen vielleicht aus GZSZ bekannt ist, merkt man auf seinem Debüt, dass er von dem Vorabendprogramm weit entfernt ist. In manchen Songs jongliert er auch mit sozialkritischen Texten und bleibt dabei oft auf einer bittersüß-satirischen Ebene. Wer auf experimentellen und mutigen HipHop steht ist hier an der richtigen Adresse.

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Hein Cooper – „The Art Of Escape“

Der australische Künstler Hein Cooper hat bereits kleine Erfolge mit dem Song “Rusty” erzielt und bekam somit auch bundesweit Aufmerksamkeit. Sein Debüt „The Art Of Escape“ kann dann aber auch auf ganzer Linie überzeugen: beim Hören bekommt man Fernweh und kann sich vorstellen, wie Cooper sich mit Gitarre an den australischen Strand gesetzt hat, um dieses beeindruckende Debüt zu schreiben. Er war bereits mit James Bay und den Sunset Sons unterwegs, aber wenn er nicht gerade Musik macht, geht er leidenschaftlich gerne surfen – typisch Asutralier!

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Tourdaten
17.06.16 Duisburg, Traumzeit Festival
27.06.16 Berlin, Huxley’s Neue Welt
28.06.16 Köln, Palladium
29.06.16 Hamburg, Große Freiheit
20.08.16 Berlin, Arena Berlin
28.09.16 München, Milla
29.09.16 Dortmund, Way Back When Festival
30.09.16 Berlin, Kantine am Berghain
01.10.16 Hamburg, Nochtspeicher
02.10.16 Köln, Studio 672

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Wolfmother – „Victorious“

Ganz schön lange mussten wir auf einen würdigen Nachfolger von „Cosmic Egg“ (2009) warten, aber es hat sich gelohnt. Mit „Victorious“ legen die  Australier von Wolfmother einen kraftvollen und energiegeladenen Nachfolger hin. Mit Andrew Stockdale’s herausragender Stimme gespickte, harte Rocksongs, die mit  scharfkantigen Gitarrenriffs verfeinert werden und alle Elemente des Classic Rock vereinen, sind Wolfmother zurück.

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Beyoncé – „Lemonade“

Man kam ja diesen Monat kaum an dem Thema vorbei, da Beyoncé aus dem Nichts ihr neues Album „Lemonade“ veröffentlichte. Durch die Veröffentlichung wirbelte sie einige Gemüter und Gerüchte auf, da das Album erst einmal nur auf TIDAL erhältlich war, und einige Songs nahelegen, dass Jay-Z sie betrogen hat. Das alles aber mal beiseite geschoben, ist das Album absolut hörenswert und gespickt mit großartigen R’n’B-Stücken und smarten Texten. Absolut hörenswert – und es gibt auch ein einstündiges Video zu dem Album.

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Live
12.07.16 Düsseldorf, Esprit Arena
29.07.16 Frankurt am Main, Commerzbank Arena

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Weezer – „The White Album“

Mit diesem musikhistorisch aufgeladenen Albumtitel kommen auch die Kalifornier wieder zurück auf die Showbühne. Erst 2014 hatten sie mit „Everything Will Be Alright In The End” ein ordentliches Album vorgelegt, nun folgt das weiße Album. Zugegeben ist es deutlich schwächer und klischeehafter als sein Vorgänger, aber trotzdem bleiben sie sich in ihrem Collegerock treu. Auch wenn Weezer noch immer von „girls“ träumen und die gleichen Hoffnungen, Träume oder Probleme haben wie die Collegestudenten Anfang Zwanzig, macht das Album immer noch Spaß und gute Laune.

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Douglas Firs – „The Long Answer Is No“

Entdeckt habe ich die Belgier bereits Anfang des Jahres beim Eurosonic Festival in Groningen, wo sie in einer alten Brauerei einen kleinen Showcase zum Besten gegeben haben. Da haben sie mich so gepackt, dass ich weiter verfolgen musste, wie sich ihre Karriere entwickelt.  Am 1. April ist dann auch endlich das neueste Werk veröffentlicht worden. Die Musik ist irgendwo zwischen Indie, Folk und Americana anzusiedeln und wird von der grandiosen Stimme des Sängers Gertjan Van Hellemont untermalt. Reinhören lohnt sich!

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Live
17.06.16 Würzburg, Umsonst & Draußen
29.06.16 Bonn, Kunst!Rasen

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Neues Altes entdeckt für euch:

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In dieser Kategorie stelle ich euch hörenswerte Bands und Künstler_innen vor, die ich (wieder-)entdeckt habe. Vielleicht kennt ihr diese schon oder auch nicht, jedenfalls liegen die Veröffentlichungen schon länger zurück.

 Bipolar Sunshine – „Daydreamer“

Eigentlich ist der Brite Adio Marchant als Bipolar Sunshine bekannt, obwohl er auch schon vor seiner Solo-Karriere in der Band Kid British gesungen hat. Unter seinem neuen Künstlernamen hat er bereits einige EPs veröffentlicht und arbeitet momentan an seinem Debütalbum. Die „Daydreamer“– EP besteht aus vier Remixen zu dem Song „Daydreamer“ und ist es auf jeden Fall wert mal reinzuschnuppern. Von Bipolar Sunshine werden wir in Zukunft noch einiges hören!

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Sample Answer – „Good Boy“ EP

Wieder eine EP, die schon einige Zeit auf dem Buckel hat, aber definitiv hörenswert daherkommt. Der irische Musiker hat dieses Debüt seit Sommer letzen Jahres veröffentlicht und hat seither – zumindest in UK – unglaublich viel erreicht. Mit bürgerlichem Namen heißt er Maurice O’Connor und beeindruckt sowohl mit seiner herausragenden Stimme, als auch mit seinem musikalischen Stil, der sich irgendwo zwischen Folk, HipHop und Urban bewegt. Wir warten gespannt auf ein Album!

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 Helgen

Dieses sympathische Trio aus Sankt Pauli ist gerade erst mit ihrer EP „Gerne, gerne, gerne“ an den Start gegangen, hat aber auch verkündet, dass bald das Debütalbum kommt. Während die Band fleißig auf Tour war, haben sie sich bereits eine kleine, aber feine Fanbase erspielt. Sie werden auch diesen Sommer noch ein paar mal live zu erleben sein. Die bisher veröffentlichten Tracks lassen jedenfalls auf ein starkes Debüt hoffen. Irgendwo zwischen Indie, Alternative und Deutsch-Pop kann man sie sicherlich verorten, aber wo genau, ist schwer zu sagen. Hört einfach selbst.

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Live
03.07. in Dortmund, Rekorder
09.07. in Hamburg, Kulturflut
16.07. auf Usedom

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Meine Entdeckungen der letzten Monate findet Ihr hier.



Jenny
Wer?

Aufgewachsen in einer zugegebenermaßen recht unmusikalischen Familie fing ich früh mit dem Schlagzeug spielen an, das ich aber aus Platz- und Lärmgründen während meines Philosophiestudiums aufgeben musste. Seither beschäftige ich mich einfach passiv mit der Musik und versuche erst gar nicht mehr meinen Geschmack einzugrenzen, denn je mehr desto besser. Immer. Überall. Ich höre u.a. Musik von Beatsteaks, Chance Waters, Moop Mama, Ratatat, Dendemann, Miike Snow, Hein Cooper, Tüsn, LOT.


'Neu im Plattenschrank – Entdeckungen im April' ist bisher ohne Senf.

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