ÄTNA Band Dresden Interview MUSIKMUSSMIT

Vorgestellt: ÄTNA aus Dresden | Minimalistisch. Fett. Äthno.

Da stellt man sich die Frage, wohin sollen diese Grenzen führen?

Foto: Kani Marouf

Als sich 2016 dem Ende neigte, fanden in Hamburg die Cardinal Sessions III statt. Unser Gastautor Till war zugegen und berichtete ausführlich über das Festival und die Bands. Insbesondere eine Band hat es ihm an diesem Abend angetan und diese möchte sich heute etwas genauer bei Euch vorstellen: ÄTNA aus Dresden.

Für alle, die nicht noch einmal den kompletten Festival-Bericht studieren möchten – dies waren Tills Worte: „ÄTNA alternieren zwischen ruhigen Keyboardmelodien mit minimalistischen Beats und kraftvollen Eruptionen in Inéz‘ Stimme und Demians Drummer-Armen. Spätestens als Demian mit einer Art Rassel in Gestalt einer pausbäckigen Puppe kleine Glöckchen erklingen lässt, haben ÄTNA mein Herz erobert. Ich kann jetzt schon vorwegnehmen, dass das mit das beste Konzert des Abends war.“

2013 war das Jahr, in dem die beiden sich auf einer 90er Party über den Weg getanzt sind und zusammengefunden haben. Im letzten Jahr ist ihre gleichnamige EP erschienen, auf der fünf absolut hörenswerte Lieder zu finden sind. Live erlebt habe ich die beiden bisher noch nicht, aber das kommt ja vielleicht in diesem Jahr noch. Einige Konzertdaten findet Ihr am Ende des Artikels. Ich bin mir sicher, von ÄTNA hören wir an dieser Stelle nicht zum letzten Mal!

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EP „ÄTNA“ zu gewinnen!

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ÄTNA Band Dresden Interview MUSIKMUSSMIT

Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne in den Genuss einer – dieser – echten EP kommen möchte, schreibe eine Mail mit dem Stichwort ÄTNA an win@musikmussmit.de. Wir verlosen ein handsigniertes Exemplar. Einsendeschluss ist der 10. Februar 2017 // 15 Uhr. Es gelten wie immer unsere  Gewinnspielbedingungen. Viel Glück!

Genug von mir, überlassen wir nun Inéz und Demian die Bühne.

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Hallo Ihr zwei, stellt Euch unseren Leser_innen doch mal kurz vor – wer seid Ihr und wo kommt Ihr her?
Wir sind Inéz und Demian aus Dresden aber nicht gebürtig, Inéz ist Saarländerin und Demian Rheinländer.

Wie, wo und wann habt Ihr zusammengefunden?
Wir haben uns 2013 beim Studium an der Musikhochschule in Dresden kennengelernt. Um ehrlich zu sein auf einer 90er Jahre-Party. Als Inéz kurz darauf ihre Band zusammenstellte hat sie mich ins Boot geholt. Nach zwei Jahren hatten wir dann Lust, zu zweit und weitaus elektronischer weiter zu machen.

Was macht Ihr, wenn Ihr nicht gerade Musik macht?
Wir kochen sehr gern. Mit Rosmarin. Und hängen in der Sauna ab. Inéz trainiert im Studio, ich fahre Rennrad.

Schubladen sind eigentlich doof – aber um ein Gefühl für den Sound zu bekommen, den Ihr kreiert: wie würdet Ihr ihn beschreiben?
Minimalistisch. Fett. Äthno.

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„Shut Your Mouth“ geht gut nach vorne und sorgt live bestimmt für eine sehr gute Stimmung. Erzählt uns ein bisschen über die Entstehung des Songs und über die Dreharbeiten zum Video.
Der Song ist von der Dresdner Brass Band Banda Internationale inspiriert und durch einen zufällig in einer Probe entstandenen Stimmfetzen von Inéz. Die Banda engagiert sich seit der ersten Stunde von PEGIDA lautstark für Toleranz, Offenheit und Integration und begeistert durch ihre multikulturellen Kolaborationen. Das Video entstand mit unseren Freundinnen Anna Rüstig und Kani Marouf auf einer wilden Reise nach Venedig über das Isartal und die Dolomiten. Schön im Zelt und morgens um 4 Uhr dann raus auf die Alm!

Dass Ihr auch ruhigere Töne anschlagen könnt, sieht und hört man in „Walls“. Aus welcher Stimmung heraus ist dieser Track entstanden?
Allerorts spielen Grenzen -oder besser- Abgrenzung eine große Rolle. Sei es im Krieg, der Flüchtlingskatastrophe oder auch im innereuropäischen Staatengeflecht. Da stellt man sich die Frage, wohin sollen diese Grenzen führen?

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Wie wichtig sind Euch (politische, sozialkritische) Botschaften in Euren Lyrics?
Sie sind Teil unseres Alltags und nehmen deshalb auch in der Musik eine Rolle ein.

Wer von Euch übernimmt welchen Part? Wer schreibt die Texte, wer komponiert, wer bastelt die Beats?
Inéz schreibt die Texte, wir sprechen aber gemeinsam viel über die Ideen. Bei der Musik ist es immer unterschiedlich. Mal bringt Inéz eine Melodie und eine Akkordfolge, mal Demian einen Beat und ein Sample und dann forschen wir im Proberaum daran wie es weiter geht. Als letzte Instanz treffen wir uns mit dem Produzenten Moses Schneider in Berlin, der den Songs den letzten Schliff verpasst.

Wenn ich es richtig sehe, ist kürzlich Eure gleichnamige EP erschienen. Arbeitet Ihr derzeit an einem Album, wenn ja, wann dürfen wir es erwarten?
Wir sind uns noch nicht sicher, ob es eine zweite EP oder das erste Album wird. Aber im späten Frühjahr oder frühen Sommer sollte was kommen.

Wo und wann kann man Euch im nächsten Jahr live erleben?
Es sind noch nicht alle Tourdaten da, aber diese stehen fest: 29. Januar 2017: Fritz Unsigned Berlin, 12. April 2017: Istanbul, 6. Mai 2017: Berlin, 9. September 2017: Dresden, 2. Oktober 2017: Einbeck und im Mai eine große Auslandstournee, die wir noch nicht bekanntgeben dürfen, aber soviel sei verraten: es geht weit gen Osten!

5 Alben, ohne die Ihr nicht die wärt, die Ihr seid.
Prodigy – The Fat Of The Land
Enya – Watermark
Thom Yorke – The Eraser
Nirvana – Nevermind
Jagjeit Chitra – Krishna Bhajans

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Angela
Wer?

Ich mag Serien (derzeit oder kürzlich auf der Mattscheibe gehabt: Narcos, House Of Cards, Bloodline, The Get Down), das Tempelhofer Feld, mein Longboard, Flughäfen, Portugal, Senf, Jogginghose, Erdnusslocken, ausschlafen, frühstücken, Euch und natürlich Musik. Ich mag auch vieles nicht - z. Bsp. Fisch, vollgestopfte U-Bahnen oder kalte Füße.


'Vorgestellt: ÄTNA aus Dresden | Minimalistisch. Fett. Äthno.' ist bisher ohne Senf.

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